If your memory serves you well ...

Wer war das denn noch?

Zeitlebens galt der Engländer aus Surrey als Inbegriff eines ‘Country Gentleman’. Obwohl selbst Mitglied der Oberschicht, ironisierte er seine Klasse in zumeist dickleibigen Werken, worin oft genug das Künstlertum und die wahre Liebe über die schnöde viktorianische Bürgermoral siegten – und über die Gier, die diesen Stand regierte: “Sie glauben an Gott und an die Zinsen“. Unser Jurist engagierte sich in vielen Vereinen, unter anderem präsidierte er jenem, der den “den Einsatz von Flugzeugen als Waffe verbieten” wollte. Im ersten Weltkrieg riskierte er als Sanitäter an der Front Kopf und Kragen.

Sein Freund Joseph Conrad, mit dem er ausgedehnte Südseereisen unternahm, nannte ihn einen “humanitären Moralisten“.  Schauspiele, Essays, Romane, Novellen und Gedichte säumten seinen Weg – er war auch Präsident des PEN-Club, erhielt den Ritterschlag und den ‘Order of Merit’ – ach ja, und den Nobelpreis für Literatur gab es auch. Heute sind seine Bücher zumeist in Antiquariaten oder in Kartons auf dem Dachboden zu finden, häufig in Bertelsmann-Ausgaben … was eigentlich schade ist, denn für kommenden grauen Novemberabende gibt es kaum eine besinnlichere Lektüre.

2 Kommentare

  1. Jeeves

    John Galsworthy?

  2. Chat Atkins

    Den nächsten mache ich schwieriger! Richtig, es ist der Verfasser der ‘Forsyte Saga’ …

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