If your memory serves you well ...

Übersetzungshilfen

Wieder mal einige Trouvaillen aus der wunderbaren Facebook-Gruppe ‘Beratersprech’, die stets gut gefüllt ist mit dem allerneuesten Gelfrisur-Pidgin:

“Daher müssen wir ASAP die Awareness auf unsere USPs raisen, damit wir keine Heavydrops in unseren KPIs haben.”

Übersetzt ins Normaldeutsche heißt das:

“Auf den leckeren Köder unserer angeblichen Alleinstellungsmerkmale beißt noch immer kein Kunde an. Deshalb müssen wir noch dreister herumhupen, sonst knüpft uns die Insolvenz mit ihren knochigen Fingern endgültig den Henkersknoten. Also zackzack!”

Gut auch das:

“Herr Schmidt ist der Single Point of Contact in Sinne unserer One Face to the Customer Philosophie.”

Was sagt uns das? Kurz gefasst, etwa Folgendes:

“Mit diesem schwierigen Kunden kommt nur unser Schmittie klar.”

Wie verwegen klingt das denn:

“Das Thema Budget ist das ‘Non-Issue of the Year’.”

Will sagen:

“Scheiß aufs Geld!”

Auch die simpelsten Weisheiten lassen sich immer noch ein wenig pompöser ausdrücken:

“Unsere Offerings müssen die Needs der Kunden matchen!”

Damit’s auch der Klippschüler versteht:

“Ein Angebot, das keiner haben will, können wir gleich in die Tonne treten.”

Und so weiter, und so fort – klipperdiklapp, papperlapapp …

2 Kommentare

  1. Ludwig Trepl

    Die Beratersprech-Sätze sind ja oft wunderschön, aber kommen sie wirklich vor? Bestünde die Welt noch, wenn tatsächlich jemand so spräche? Das denken sich doch die Schreiber dieses Blogs aus!

  2. Klaus Jarchow

    Du Optimist!

    “One Face to the Customer” – allein 50.000 Treffer nur auf deutschen Seiten. Weltweit übrigens mehr als 6 Mio. … “Non-Issue” bringt 330.000 ‘deutsche Treffer’ usw.

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