If your memory serves you well ...

The Art of Gattung

Im digitalen Bereich sind sie bereits miteinander verbandelt. Jetzt haben sich die vier Zeitungshäuser F.A.Z.-Verlag, Süddeutscher Verlag, Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB) und die Zeit-Gruppe … zu einer gemeinsamen Initiative zusammengeschlossen: Die Häuser haben die Kooperation “Quality Alliance“ gegründet. Oberstes Ziel der Allianz ist es, das „gemeinsame Gattungsmarketing für überregionale Qualitätszeitungen“ voranzutreiben.”

Das klingt ja wie das Etikett auf diesen weißrosa Bonbon-Dosen von Oma damals. Schon lehne ich mich aus dem Fenster und sage: Wer sich ‘Quality Alliance’ nennt, käme bei mir kaum durch die Haustür, geschweige denn bis in die Synapsen. Damit verfehlt er sein großes Ziel – mehr angezeigte Publizität dank deutschsprachiger Publizistik – gleich bei der Markteinführung eines Marketingansatzes frisch aus dem Food- und Convenience-Bereich. Aber gut – man wird ja sehen …

1 Kommentar

  1. Antonym

    Wenn eben die Intention und das Schlagzeilengedöns eines „gemeinsame[n] Gattungsmarketing[s] für überregionale Qualitätszeitungen“ sind, Stimmung zu machen für weitere Effektivität, Konzentration und Investitionssicherung, fragt keiner mehr, was der Schwindelbegriff “Gattung” wohl heißen könnte. Eine “Gattung” lässt es kaum zu, sich verständlich zu machen, ob in der Botanik, in den Imprints, den Imprintings oder dem [Verzeihung für den Neologismus] dem Ex-Print.

    „Rudelsingen“ ist angesagt bei der Medienmacht für die Printenden: “Gattung ist, was sich verpflicht…”

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