If your memory serves you well ...

Schlagwort: Narration

Was Text kann

Wie Sie sehen, sehen Sie hier, ganz ohne Text, nur ein ödes Flussbild. Um es sprechen zu machen, benötigen wir Buchstaben. Vom Bild kommt die Form, der Text gibt dem Ganzen erst den Sinn.

Die Texte helfen einem Bild auf die Sprünge, sie verleihen der grafischen Projektionsfläche die gewünschte ‘Story’:

Jenseits des Wehres war das Wasser still und schwarz. Vor allem war es tief, so tief wie seine Sehnsucht zu enden. Sein Puls ging ruhig, er war frei von jeder Angst. Schon stand er auf der anderen Seite des Geländers, der Moment des Sieges war gekommen. Vornüber gebeugt schaute er hinab … ” Prompt hätten wir mit Hilfe des Textes ein wenig Selbstmord-Kitsch erzeugt, angemessen morbide und pubertär, das Bild erhält gewissermaßen einen Endzeit-Charakter.

Mit Hilfe des Textes lässt sich aber auch für lexikalische Nüchternheit sorgen: “Die Wümme ist der 118 km lange, linke bzw. südliche Quellfluss der Lesum, ein Nebenfluss der Weser im nördlichen Niedersachsen. Die Wümme fließt durch Niedersachsen und Bremen und gehört zu den saubersten Flüssen Norddeutschlands.

Etwas Kriminalistisches gefällig? Bitte sehr: “Am linken Ufer, den Vorderreifen im Wasser, fanden sie das rote Kinderfahrrad. Der Stoffhase hockte noch immer auf dem Gepäckträger und lächelte dumm. Eine Blutspur wies den Fahndern den Weg. Hinter der ersten Baumgruppe lag die geschundene Kinderleiche im zertrampelten Gras.

Es ginge aber auch ästhetisch: “Das berühmte ‘Worpsweder Licht’ zog immer wieder Maler in die weite Moorlandschaft zwischen Hamme und Wümme. Das sanftbraune Wasser mit regenbogenfarbenen Eisenflecken dort, wo es brackig in den Gräben stand, das vom Wind silbrig geriffelte Wiesengrün mit den gelblich-kargen Sumpftönen gleich nebenan, der milchige, plötzlich wieder sturmzerrissene Wolkenhimmel …“.

Und ewig ist es ohne Text das gleiche langweilige Bild. Erst der Text macht die Musik: Ein Bild sagt weniger als 1.000 Worte … und ändert sich der Text dazu, wird’s gleich ein anderes Bild.

Unternehmenskommunikation

Wir alle wissen oder ahnen, dass mit der so genannten ‘Unternehmenskommunikation’ vieles im Argen liegt. So wechselte meine Bank, aus welchen Gründen auch immer, ihren zuständigen Kundenbetreuer. Ich möge mich jetzt an Herrn XYZ wenden. Prompt erhalte ich für einen Vorgang, für den ich absolut nichts kann, von dieser Bank einen Brief, der mich in die Rolle des Schuldigen versetzt: Im befehlsgewohnten Kasernenhofton werde ich fast schon angeschnauzt, umgehend meine Kontaktdaten ‘entsprechend’ zu ändern. Oder ein Unternehmen, nur weil ich in grauer Vorzeit dort mal etwas Hipperes online kaufte, sieht mich prompt als windeltragendes Subjekt, dem es mit einer aufgesetzten Jugendsprache zu Leibe rückt. Andere Informationsmaterialien wurden anscheinend gleich auf der Marketing-Etage erstellt, denn man nudelte sie mit Buzz-Words und Bullshit-Bingo so übermäßig, dass die Hälfte der avisierten Kundschaft nur noch ‘Bahnhof’ verstehen dürfte … oder, oder, oder.

Der Tilo Timmermann, Textverantwortlicher in der Agentur achtung!, hat also völlig recht, wenn er deutschen Unternehmen die Leviten liest und ihnen den Star zu stechen versucht, denn der Text ist das unterschätzteste Instrument im Werkzeugkasten strategischer Unternehmensführung. Zugleich ist diese Missachtung ein schwerer Fehler in Zeiten des Web 2.0, wo alle in ihren Festreden zwar auf Dialog und ‘Social Media’ setzen, aber nichts dafür tun. Die meisten Unternehmen haben üblicherweise niemanden, der die Disziplin des verlangten neuen Stils beherrscht. Der Schreibknecht kommt immer noch in den Keller – oder die Agentur liefert diesen ‘Grauwert’ für ihre bunten Medien:

“Können Unternehmen diesen Dialog aus den alten Positionen heraus führen? Was auch immer sie tun: Sie werden es mit Sprache tun. Neben der Bildsprache und der persönlichen Präsenz von Unternehmensvertretern ist es vor allem Text, der ein Image schafft. Das Problem dabei: Guter Text hat keine Lobby. Eine Diskussion, wie eine gute Unternehmenssprache zum Erfolg beitragen kann, findet kaum statt. Und darüber, wie die Sprache eines Unternehmens zwischen Geschäftsbericht, Mailing und Tweet authentisch und glaubwürdig bleiben kann, auch nicht.”

So weit, so gut, so weit auch kein Widerspruch. Wenn der Herr Timmermann dann aber das Instrumentarium des Old-School-Journalismus als probate Medizin aus der Schublade holt, dann beginne ich an der Kompetenz meines eigenen Berufsstandes zu zweifeln. Denn der Text in einer medialen Welt im Wandel wird sich begreiflicherweise ebenfalls wandeln müssen. Er wird und darf nicht mehr der alte sein! Beim Herrn Timmermann aber klingt es, als wolle er alle Verantwortlichen auf der Stelle auf einen Journalismus-Lehrgang verfrachten, obwohl doch der dort gelehrte Einheitsstil für die meisten der aufgestauten Probleme verantwortlich zeichnet. Im Journalismus wie auch in der Unternehmenskommunikation:

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Fakten vs. Erzählung

Auch große Sprachmeister liegen gelegentlich neben der Spur mit ihrem Gespür. So steht bei Helmut Heißenbüttel eine Goethe-Parodie am Anfang seiner Erzählung von ‘D’Alemberts Ende’: “Eduard – so nennen wir einen Rundfunkredakteur im besten Mannesalter – Eduard hatte im D-Zug München-Hamburg …“. Das ist natürlich bis zur Namensgleichheit hin eine Parodie auf diesen berühmten Beginn der ‘Wahlverwandtschaften’:

“Eduard – so nennen wir einen reichen Baron im besten Mannesalter – Eduard hatte in seiner Baumschule die schönste Stunde eines Aprilnachmittags zugebracht, um frisch erhaltene Pfropfreiser auf junge Stämme zu bringen”.

Wo aber bei Goethe alles im Ungefähren verbleibt – wir erfahren zum Beispiel nicht, welche Stunde an einem beliebigen Aprilnachmittag denn wohl die schönste sei, wo die Handlung überhaupt spielt etc. – da geht es bei Heißenbüttel viel präziser zu. Und es ist wiederum diese Faktizität, die den Text erzählerisch in meinen Augen schon von der Startlinie weg lahmen lässt:

“Eduard – so nennen wir einen Rundfunkredakteur im besten Mannesalter – Eduard hatte im D-Zug München Hamburg (Ankunft Hauptbahnhof 21.19) die schönsten Stunden eines Julinachmittags (25. 7. 1968) zugebracht und betrachtete mit Vergnügen die Gegend zwischen Lüneburg und Harburg”.

Ankunftszeiten, der Ort, das exakte Datum – Heißenbüttel flutet seinen Text geradezu mit journalistischen Tatsachen. Wir erfahren sogar von einem allwissenden Verfasser, dass sein Held ‘mit Vergnügen’ aus dem Fenster schaut. Zugleich zerbröselt unter dem informationellen Störfeuer all dieser Fakten unsere Teilnahme am Text. Weshalb ist das so?

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Handlung maßlos überschätzt!

Du weißt gar nicht, wat ich allet erlebt habe“, sagte die Frau meines Cousins oft zu mir, „wenn ich dat allet mal aufschreiben würde, woll, dann wär’ dat’n dicket, spannendes Buch“. Ähnlich wie sie überschätzen viele, die nie geschrieben haben, die Macht der realen Ereignisse und der ablaufenden Handlung. Das äußere Erlebnis oder das Geschehen ist noch längst keine Literatur, eine Erzählung ist keine Nacherzählung.

Im Kern lässt sich erzählende Literatur in zwei Kategorien teilen. 1. In solche, die vor allem oder allein Wert auf die Handlung legt: Von Jerry Cotton über Karl May und Tolkien bis hin zu Rosamunde Pilcher. 2. Und in solche, die vor allem die innere Entwicklung (oder die Nichtentwicklung) einer oder mehrerer Personen ins Zentrum stellt. Darauf aufbauend könnte man auch flapsig eine soziologische Theorie der Literatur formulieren – mit dem Kernsatz: “Handlung ist für Doofe“. Obwohl es natürlich Zwischenformen gibt wie bspw. Henning Mankell, der bei aller Handlung dem Innenleben seines Kommissars Wallander großen Raum gibt, was dann zusammen mit den blutigen Schnetzelarien den besonderen Reiz und Erfolg dieser Krimis ausmacht.

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Von den Fakten und der Farbe

Zwischen dem Berichterstatter und dem Erzähler, zwischen dem Rechercheur und dem Beobachter, aber auch zwischen Journalisten und Journalisten besteht ein himmelweiter Unterschied. Nehmen wir irgendein banales Thema – zum Beispiel einen kleinen Vorstadtzirkus, der just in die Stadt gekommen ist. Der Lokaljournalist würde uns mit den Fakten langweilen: Wie lange dieser Zirkus in der Stadt sei, wann die Vorstellungen anfangen und wann Familientag sei, welche Nummern es gebe, wo die Truppe zuvor gewesen sei, wie viele Pferde, Tiger, Trapezkünstler durch die Arena traben werden, wie der Direktor höchstselbst das Programm kennzeichne, garniert möglichst mit wörtlicher Rede.

Ganz anders der subjektive Beobachter: Er sieht die Dinge, die niemandem aufgefallen wären, selbst wenn andere gleichzeitig mit ihm vor Ort gewesen wären. Und er legt ständigen Wert auf das Apercu, auf kleine Menschlichkeiten, auf das Bezeichnende, während jedes Faktum nur unterschwellig und klammheimlich, gewissermaßen als Schmuggelware, in seinen hemmungslos impressionistischen Text einfließen darf:

“Da es um acht Uhr anfangen soll, klatscht man schon dreiviertel acht in die Hände, vor Schaulust und vor Kälte. Der Direktor hat, wie er sagt, eine goldene Taschenuhr, er behauptet auf Grund dessen, es sei erst dreiviertel – “was wollt ihr also?” -, und die Musik spielt einen Marsch zur Beruhigung. Bis Punkt acht Uhr irgendwo im Hintergrund eine Glocke hell hineinfällt in Geigenton und Flügelhorn und der Mann mit dem zahmen Büffel kommt.

Draußen poltert der elektrische Motor, der die Beleuchtung herstellt, und zwei große, rote Bogenlampen schaukeln wie seltsame, übersinnliche Glasfrüchte im Winde. Und Besitzlose stehen und warten auf die Pause, während der man vielleicht doch unbemerkt und kartenlos hineinkommen wird.”

Auch hier erfahren wir – dem ersten Anschein zum Trotz – viele Fakten: Dass es kalt war beispielsweise, dass der Direktor eine Art Rolex hat, dass eine Büffelnummer am Anfang steht, dass eine Wirtschaftskrise herrscht – aber dies sind jene Tatsachen, die ein Ressortchef ‘nicht wichtig’ nennen würde, bevor er uns diesen Text um die Ohren haut. Wer also durfte so gegen das Markwort’sche Gesetz und gegen die dürre dpa-Prosa der Journalistenschulen anschreiben? Nun, es ist natürlich ein Großer des Journalismus. Weshalb er auch ins Museum und in die Vitrine kommt – und gar nicht erst als Beispiel für das Krüppelholz des heutigen Lohnschreibertums herangezogen wird. Hier schreibt der – soweit wir wissen – bestbezahlte Zeitungsschreiber der Weimarer Republik: Es handelt sich um Joseph Roth – in einem Artikel für die Frankfurter Zeitung vom 15. 4. 1923 …


Ein zünftiger Abgang

Die Journalistenzunft ist nicht zu beneiden: Ihre Zukunftsaussichten sind – mindestens – ungewiss, die alten Tröster aus den seligen Zeiten Henri Nannens verstauben in obskuren Antiquariaten, die Wertschätzung durch die Verleger schwindet dahin. In der herannahenden Jahrhundertrezession gelten sie schlicht als Kostenfaktoren. Der Journalist droht zum Anachronismus zu werden, zum Heizer auf der E-Lok.

Weil nämlich die Informationen zur Verbreitung immer weniger auf schriftkundige ‘Makler’ angewiesen sind – das Internet arbeitet schließlich weitgehend ohne Zwischeninstanz. Nichts anderes als ‘Vermittler’ aber waren die Journalisten zuletzt, nachdem sie sich selbst alle Autoreneitelkeiten gründlich ausgetrieben haben – sie verwandelten sich letztlich selbst in einen Info-Pizza-Dienst, der sein ‘objektives und genormtes Stilideal’ pflegte, wahlweise mit Pepperoni oder Schinken. Ausgerechnet der Herausgeber eines der stilbildenden Print-Produkte, des Guardian, Alan Rusbridger formuliert den entstandenen Sachverhalt so:

“Wir müssen uns darauf einrichten, künftig Journalismus mit weniger Leuten zu machen, und demütiger werden”. Die alte Vorstellung vom Journalisten als allwissendem, beinahe autoritärem Gate-Keeper, der der Welt mitteilt, was er für sie für wichtig hält, sei in Wirklichkeit längst Geschichte – “auch wenn das noch nicht alle mitbekommen haben. … Wir müssen das einfach in unsere Köpfe kriegen: Da draußen sind tausende Experten, ein wahrer Schatz an Informationen.” Die, wie Rusbridger unumwunden zugibt, auch noch einen anderen Vorteil haben – längst nicht alle werden für ihre Beiträge auch bezahlt. … Die Debatte, ob das traditionelle Zeitungsgeschäft tatsächlich am Ende sei, ist für ihn längst beantwortet: “Da gibt es keinen Gesprächsbedarf mehr. Das alte System ist kaputt – und es ist einfach zu teuer.”

Gut – wenn ich mir die tiefgreifende Verunsicherung des ganzen Berufsstandes anschaue, dann wird mir der blanke Hass und das Triumphgetute, mit dem einige Publizisten das Hinscheiden der Medienlese dort drüben begleiteten, zumindest verständlich. Eines dieser vermaledeiten Online-Produkte, eins von diesen Teufelsdingern, das ihre berufliche Zukunft bedroht, das ging endlich mal selber drauf. Schon verwechselten diese Offliner das mit einem Silberstreif am Horizont. Zwar verständlich – aber leider grundfalsch: Das ist keine Balkenwaage, wo ‘Offline’ steigt, wenn ‘Online’ fällt.

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Schreib oder stirb!

Vor zehn oder zwanzig Jahren, als Holzhausen noch boomte, da war für den Medienkonsumenten alles viel einfacher: Die eigene Meinung wurde ihm von seinem Leib- und Magenblatt frühmorgens frei Haus geliefert. Er traf im Laufe des Tages auf Mitbürger, die ähnlich konditioniert worden waren. Denn ein ‚Massenmedium‘ ist – nach Habermas – natürlich immer auch eine Veranstaltung, die Konformität und Gleichförmigkeit von Ansichten bewirkt. Das Phänomen heißt unter Soziologen – positiv gewendet – „gesellschaftlicher Konsens“. Geteilte Grundüberzeugungen wiederum schweißen die Parteien zusammen, sie formen unsere Ideologien und deren Vokabular, sie sind der kommunikative Kitt, an dem sich die soziologischen Gruppen erkennen.

Ohne Nutzung von Massenmedien aber fragmentiert sich die Welt: Abertausende von unterschiedlichen Ansichten sind im Netz zu finden, jeder Paranoiker findet sein Echo, Themen werden nicht länger von anderen vorgekaut, der eine schreibt eben gern dies, der andere über das – und wenn einer aus dieser Myriade von Selbstverlegern tausend Leser und Leserinnen am Tag findet, dann ist das für Web-2.0-Verhältnisse schon viel. Die alte Welt der Publizistik zerfällt in Milliarden Teile, wie ein Spiegel, der auf die Fliesen einer neuen medialen Wirklichkeit gekracht ist.

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Ein Medium für jedermann?

In der Jugend mag uns das noch so vorkommen: Da wird gesimst und gechattet, was die Tastatur aushält. In den Pubertätsecken des Internet blühen die intimen Konfessionen wie einst im ‘lieben Tagebuch’: “Boaar, hastu den Kenny gsehn, ej! Den könnt ich fielleich – ej. Ir wist ja nix fon Liebe – ir Schlampn!” [Zeichensetzung halbwegs normalisiert] …

Das Internet – sagen wir’s, wie’s ist – steckt voller ‘Mist’: 99,9 % der Botschaften interessieren niemanden – nur den Absender. Das alte grundlegende Problem allen Schreibens bleibt im WWW erhalten: Man muss schon etwas zu sagen haben, damit man etwas schreiben kann – und es ist ein verdammt langer Weg vom Kopf auf den Bildschirm, und ein noch längerer von dort in den Kopf des Lesers.

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Die Nullnachricht

Wenn der Wunsch zum Vater eines Textes wird, dann kommt oft politischer Hauptstadtjournalismus dabei heraus (hier in der stark verwässerten Version 2008). Schauen wir uns zur Erläuterung den Einstieg in den folgenden schönen Text mal an. Er ist von dem taz-Redakteur Ralph Bollmann und er trägt auf der Stirn den Titel: “Die Krise, die nichts ändert“. Im schönsten Kassandra-Ton orgelt der Schreiber los, wie er es damals in seinem Kurs ‘Anfietschern für Anfänger’ gelernt hat: Er muss zunächst die postulierte Krise aus der Headline herbeidichten – und wo diese Krise hin soll, da wächst in der Wirklichkeit lange kein Gras mehr:

“Die Kanzlerin ist an diesem Morgen auf der Regierungsbank ziemlich allein. Der Platz zu ihrer Rechten, dem SPD-Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier vorbehalten, bleibt zunächst leer. Erst als Angela Merkel schon einige Minuten am Rednerpult steht und erklärt, warum sie auch auf dem Europäischen Rat in der kommenden Woche jeglichen Aktionismus gegen die kommende Wirtschaftskrise ablehnen werde, schleicht sich Steinmeiers Staatsminister Gernot Erler hinein. Statt Merkel zuzuhören, konzentriert er sich auf sein mitgebrachtes Aktenkonvolut.”

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Die Macht der Erzähler

Die großen Erzählungen sind gewaltige Mächte, die ‘buchstäblich’ Tausende von Menschen in den Tod reißen können. Nehmen wir die Erzählung vom Tod des Jesus von Nazareth – eine Überlieferung, an der so gut wie nichts ‘stimmt’, vor allem aber nicht jene Komponente, wonach Juden Jesus verurteilt haben sollen. Der Stand der Geschichtswissenschaft ist faktisch ein anderer …

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