If your memory serves you well ...

Schlagwort: Heike Schmoll

Die Kunst, den Ruf zu lädieren …

Wenn ich, bis vor einigen Jahren zufriedener Abonnent der FAZ, die FAZ und die anderen sogenannten Qualitätsmedien inzwischen überwiegend nur noch als “Journaille” sehen kann, hängt das mit der Haltung der FAZ und dieser Medien zur digitalen Revolution zusammen.”

Und natürlich mit der fachgerecht zu Konfetti geschredderten Abmahnung dort im Text, in meinen Augen ein historisch-juristischer Schwank, von der Geisteshaltung her verfasst in jenen fernen Tagen von Aranjuez, als die Presse noch wahrhaft die Machtworte sprach. Heute nurmehr eine Turnübung auf der Content-Matte – gelenkige Decksmatrosen, die im Publikum das Bild vom großen Scapa Flow der Presse zunehmend prägen …

Hinweis: Auf Grund des überaus regen Publikumsinteresses für Klaus Graf, unter welchem der Server gewaltig ächzt, benötigt der FAZ-Werbe-Link zu ‘Archivalia’ dort oben etwas mehr Zeit als üblich … für Ungeduldige deshalb hier ein Alternativ-Link zu diesem Text, der gerade höchst virale Eigenschaften entwickelt. Stichwort: Streisand …

Oh Gott, oh Gott …

Auch in diesem Blog hat mal jemand kommentiert, der auf seinem Beritt jemanden zu Wort kommen ließ, der mal einen Text verlinkt hat, wo wiederum in den Kommentarspalten ein Querverweis auf ein Blog zu finden war, wonach eine semiprominente Persönlichkeit Vegetarierin sei. Kurzum – da hätte ich besser aufpassen müssen, im Netz darf doch kein Netz entstehen …

Bis auf weiteres glaube ich, dieser Fall der FAZ wäre sogar der Pressekammer des Hamburger Landgerichts zu blöd …

Ob Heike schmollt?

Nahezu täglich bekommt Heike Schmoll, hochschulpolitische Redakteurin der FAZ, inzwischen wissenschaftlich indizierte Einläufe verpasst. Da mag sie sich noch so tief in ihren wirren Zeilen bergen, dort, wo sie nibelungentreu ihrer Theologie-Schwester Annette Schavan einen hochprozentigen Schmolles aus halbgaren Argumenten an einem Sud aus frisch gepflückten Wildkräutern zu destillieren trachtet, so, wie einst die Shakespeare-Sisters ihr legendäres Gesöff auf öder, sturmumtoster Heide.

Der Ort des grausigen Geschehens? Dieses Blog hier, wo das verschworene Gottesgeschwader einem aufrechten Mann oder einer wackeren Frau von akademischer Bildung zusehens ans Herz zu wachsen scheint. Sexismus? Stutenbeißerei? – Nö, ich denke nicht, eher schon Exorzismus, manche nennen es wohl auch Aufklärung oder Wissenschaft … plötzlich jedenfalls werden aus obskuren ‘Heftchen’ wieder ‘Leitfäden’, ‘Institute’ müssen nicht mehr als ‘Universitäten’ figurieren, aus unerhört wissenschaftsfernen Zitierverfahren werden wieder ‘Harvard-Methoden‘ und Frau Schmoll reinkarniert als Theologin, die ausbildungsbedingt oft mehr glaubt als weiß …

Ceterum censeo: Auch zur ‘Causa Schavan’ sind die besseren Beiträge längst in den Blogs zu finden … übrigens auch die besseren Kommentare: “Ist das noch die FAZ, oder immer dann, wenn Schmoll in Sachen Schavan schreibt, schon ein Hetzblatt zur besonderen Verfügung? Unbegreiflich.”

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