If your memory serves you well ...

Schlagwort: Blogs (Seite 1 von 4)

Doof sind sie auch …

Probably he got stopped for a routine check, but the guy blabbed about being on a mission to help the separatists. He only realized, he’s talking to the Ukrainian army halfway through the video.

Oops, dumm gelaufen!

Manchmal frage ich mich ja, wie lange der Simon Ostrovski seine Arbeit dort überlebt. Hier sein Beitrag zum Thema der ‘Volksgerichtshöfe’ …

Nachtrag: Unsere Nashibots sind außer Rand und Band und werfen mit den üblichen Blendgranaten, nur weil die ‘Zeit’ es gewagt hat, die Bellingcat-Recherche über die russische Herkunft der MH17-Buk zu veröffentlichen. Was erlauben sich Journalismus! Die Kommentarflut schäumt auf die Tausendermarke zu … und das alles nur wegen einem englischen Blogger, der unseren angestellten Sesselpupsern zeigt, wie Recherche funktioniert.

Nebenbei bemerkt: Dafür, dass in der Ukraine gar keine russischen Truppen kämpfen, müssen die Russen extrem viel ‘Cargo 200’ von dort abtransportieren. Das sage jetzt nicht ich, das sagt die OSZE. Was wiederum die Berichte der ‘Cyborgs’ am Flughafen bestätigen könnte, wonach die Angreifer immer wieder wie bescheuert in deren Maschinengewehrfeuer stürmen, um prompt niedergemäht zu werden. Langemarck (russian version) ..

Endlich mal was Angemessenes

Den Propaganda-Preis, den Vladimir Putin diesen Helden der Desinformation im Kreml verlieh, den haben sie sich wirklich redlich verdient. Jetzt, wo die Namen bekannt geworden sind, würde ich diese Figuren umstandslos gleich mal auf die westliche Sanktionsliste setzen, sonst gehen die mit ihrem Preisgeld noch in Paris oder London shoppen:

“Putin verleiht Preise für Propaganda.”

Warum wollte die russische Regierung bloß nicht, dass diese verdiente Ehrung bekannt wird?

Apropos – es gibt jetzt eine englischsprachige Website ukrainischer Journalisten, die das Astroturfing russischer Medien systematisch auseinandernimmt, es ist eine Art BildBlog, nur diesmal für Russia Today und all den anderen Quark. Wer sich durch den ständigen Strahl an Dünnpfiff quälen will, den Russlands Medien derzeit unaufhörlich ausscheiden, der möge dies tun. Aha-Erlebnisse sind garantiert, auch wenn sie streng duften, und mancher Fake ist manchem unübersehbar auch schon in deutschen Medien im Gewand journalistischer Wahrheit über den Weg gelaufen …

Misanthropie

Dieses schöne Blog empfehle ich allen, die da leichthin meinen, schon längst zu wissen, was Weltschmerz sei. Wie ferner die Frau an und für sich und überhaupt so tickt:

“Sie glauben doch nicht, dass er die sechs Flaschen in der Woche allein getrunken hätte. Im Steinbruch der Sprache Wortbrocken zu hacken, das ist ein Knochenjob. Mit der Schrift herausarbeiten, was man eigentlich sagen möchte. Ha! was sagen, ich, die ich das Denken nicht gelernt, die ich von der Flasche zum Wort zur Tat und letztendlich wieder zur Flasche.”

Statistik für Leser

Mäßig, aber regelmäßig – ein Blog ist nun mal kein Medium, das sich sprunghaft in ungeahnte Höhen entwickelt, das mit Vorgaben oder ‘Quartalszahlen’ zu fassen wäre, vor allem dann nicht, wenn in ihm die Medienkritik argumentativ immer mehr in den Vordergrund rückt, ein doch eher randständiges Thema also. Mich aber interessiert’s nun mal, weil der Journalismus aus sich heraus kaum inhaltlich-stilistische Kritik am eigenen Gewerbe produziert. Obwohl dies angesichts des grassierenden und schnellfertigen ‘Industrietons’ bitter nötig ist. Einige wissen – scheint’s – noch nicht einmal, wie ‘Argumentation’ zu buchstabieren wäre. Wer das ähnlich sieht, schlägt dann wohl hier auf.

Oder aber, ein Blog verschwindet auch schnell wieder – siehe das Auf und Ab in den Blogcharts, weil dessen Inhalt auf einen kurzlebigen Hype, auf ‘Special Interest’ oder auf einen Trend aufgesetzt hat, aufs neue iPhone oder auf veganische Ernährung bspw. Natürlich könnte ich mit Keyword-Gebolze, mit Rumtaggen und SEO-Optimierung mehr erreichen. SEO ist aber immer auch ein wenig ‘Betrug am Leser’. Ihm wird – damit’s ein Prachtkonsument wird – ein leckerer Fressnapf voll mit Pawlows Eintopf hingestellt, der bei inhaltlicher Betrachtung zumeist nur Placebos, Fastfood, Haltloses oder Wiedergekäutes enthält. Resultat: Leserunbefriedigung. Er riecht die ‘Verkaufe’ …

Im Kern ist es wohl so, dass Blogs ‘langsame Medien’ sind. Sie erfordern vor allem Geduld und Arbeit. So lange meine Leserschaft regelmäßig wächst, will ich daher rundum zufrieden sein:

Stilstand1

Hier übrigens ein Überblick über die Artikel, die in den letzten 14 Tagen ‘am häufigsten’ aufgerufen wurden:

Stilstand2

Getrolle, Schmähungen oder ‘Shitstorms’ halten sich durchaus in Grenzen, obwohl hier oft ein schärferer Wind weht. Es kommt schon mal vor, mehr aber nicht. Vielleicht haben sie ja auch einfach nur Angst, hinterfragt zu werden … denn hier wird noch geantwortet, in den Leserforen der Redaktionen wird allenfalls die Löschtaste gedrückt.

Maschmeyer ist überall

Bevor hier mal wieder dem ‘pösen, pösen Internetz’ die Schuld gegeben wird – und diesem frechen, inkompetenten Blogger-Pack, da verdienen es solche Statements, für eine spätere Wahrheitsfindung ‘nach dem Journalismus’ festgehalten zu werden:

“Ich bin ein alte Journalistin, die noch Klebeumbrüche mit Fixogum verbrochen hat. Meine Einschätzung ist, dass es wirklich aus dem Ruder gelaufen ist mit der unabhängigen, kritischen und gründlich recherchierten Berichterstattung, als die Herausgeber- und Verlegersessel mit reinen Kaufleuten besetzt wurden. Einer nach dem anderen. Langsam aber sicher. Welche Zeitung, welches Magazin hat an der Spitze denn noch einen echten Blattmacher? Jemanden, der für eine fröhlich-gesunde Feindschaft zwischen Anzeigenabteilung und Redaktion sorgt? Der zur Not auch mal die Druckmaschinen anhält, um eine Schlagzeile zu aktualisieren? … Eine Zeitung wie die ftd beispielsweise hat Redakteure quasi gefressen. Kein Monat, in dem nicht wieder per Annonce ein ganzes Rudel gesucht wurde. … Wie gesagt – an den entscheidenden Stellen sitzen Struckis, also Strukturvertriebler. die stammen aus einer ganz anderen Welt und verändern den Journalismus seit rund 15 Jahren unaufhaltsam.”

Mit anderen Worten: Der Journalismus wird nicht zerbloggt, sondern zermaschmeyert …

Blogkrise?

Es kommt darauf an, wie man es betrachtet. Wer Alexa anwirft und Google Analytics bemüht, der mag zu diesem Schluss kommen. So wie dieser SEO-Mann hier:

“Schaut man sich die Traffic-Zahlen der, äh, “guten, alten” Blogs an, steht es gar nicht gut um das Medium “Blog”.

Und tatsächlich, die Klickraten sinken, auf die alle Marketing-Menschen starren wie die Feldmaus auf die Schlange. Anders sieht es aus, wenn ein Blog etwas betreibt, was sich vage als ‘Mission’ oder ‘Aufgabe’ beschreiben lässt. Ich will es an meinem Beispiel illustrieren. Mir bspw. liegen – Leser dieses Blogs wissen es – die aktuelle Schwundstufe des deutschen Journalismus und dessen dafür verantwortliche Protagonisten am Herzen. Damit ich mit meiner Kritik vielleicht zu einem besseren Journalismus beitragen kann. Zu diesem Zweck argumentiert dieses Blog durchaus auch mal ‘ad hominem’, wie es sich wiederum bei Google zeigt.

Zu ‘Dorothea Siems’, der neoliberalen Sozialexpertin der ‘Welt’, weist Google jedem arglosen Besucher – möchte er sich über die Dame informieren – bspw. mit einem ersten Platz den Weg zu einer kommentierten Werkausgabe im ‘Stilstand’:

Auch Andrea Seibel, die stellvertretende Chefredakteurin der ‘Welt’, habe ich mit meinem unverantwortlichen Geschreibsel auf einen beachtlichen zweiten Platz im Suchmaschinen-Index gehievt:

Der Malte Lehming hingegen, Meinungschef vom ‘Tagesspiegel’, schaffte es leider nur auf einen dritten Platz bei Google – aber er übt noch, heißt es:

Mit dem Ulf Poschardt unterm Arm stehe ich derzeit auf dem sechsten Platz, der Jan Fleischhauer wird auf Platz Zwei derangiert – und für Uli Dönch dann, Wirtschaftschef beim ‘Focus’, reichte schon ein einziger Treffer aus den Rohren der HMS Stilstand, um ihn auf dem fünften Platz prominent zu platzieren:

So könnte ich mit meiner Sammlung von meinungsstarken Hobbyphilosophen noch einige Zeit fortfahren. Worauf ich hinaus will: Irrelevant mögen Blogs ja sein, sofern jemand gebannt und bloß ‘quantitativ gepolt’ auf ominöse Klickzahlen starrt. Zieht man das Ranking der ‘Treffer’, ihre Verlinkungen und ihr Gesuchtwerden, bei der Google-Recherche heran (die mir sehr viel wichtiger scheinen, weil sie erste Antworten auf konkrete Suchvorgänge geben) dann sind Blogs alles, nur eben nicht zunehmend irrelevant. Man sollte es allerdings können, ein fruchtbarer Acker muss auch gepflügt werden. Google ist eine Maschine zum Suchen und Finden, die prominente Platzierung entscheidet letzlich, nicht das Hypahypahypa, die Buzz- und Keywords von SEO-Strategen und ihr Herumschrauben am ‘Backend’. Vorne spielt die Musik..

Lustig ist übrigens die Metapher, die der von mir ansonsten hochgeschätzte Heribert Prantl zur Illustration der Krise bemühte:

“Kenner des Internets sagen, auch Blogs und Blogger hätten ihre beste Zeit schon hinter sich, weil sie sich in einer “Sandwich-Position” zwischen Facebook und Google plus einerseits und Twitter andererseits befänden.”

Was er übersieht – in jedem Sandwich findet sich das Beste tatsächlich ZWISCHEN den beiden trockenen Weißbrotschreiben. Nun ja – bei ‘Carta’ trug ihm das prompt einiges an Spott ein

Nachtrag – Vielleicht hilft es ja einigen, die sich von dieser gemeinen Blogwelt jetzt zu Unrecht auf vordere Plätze emporgeadelt fühlen: Je mehr man selbst bloggt, desto unangreifbarer beim Google-Ranking wird man auch. Das Eröffnen eines eigenen Blogs wäre damit die beste Gegenstrategie gegen unverschämte Blogger, und unversehens ist man dann selber einer – also ein vormaliger Kritiker der Elche. Den Henryk M. Broder bspw. – für mich einer der schlimmsten Auswüchse deutscher Publizistik – den fingerzeige ich mit meinen Mitteln einfach nicht. Dazu bloggt der Herr selbst zu viel … und trotz meiner ‘Schandschnauze’ findet sich auch zu meiner Person der erste aversive Beitrag erst ganz weit hinten, tief im ‘Daten-Nirvana’.

Nettes Zitat

Das Niveau der Volkswirtschaftslehre in den USA ist im Vergleich zum deutschen so hoch, dass ein Raffelhüschen an den relevanten Stellen als ökonomische Witzfigur behandelt würde.”

Über unser Plakatmännchen der deutschen Versicherungswirtschaft wird der Leser im Folgenden dann eingehend aufgeklärt – und auch über Dorothea ‘Dodo’ Siems, die eiserne Lady neoliberaler Darkrooms. Hoffe aber niemand, so etwas im gedrucksten Journalismus zu finden … solch starken Stoff gibt’s nur auf freier Wildbahn, also in den Blogs.

Erfolge mit links

Marktradikal oder FDP-freundlich würde mich wohl niemand je nennen. Trotzdem habe ich den ‘Stilstand’ im letzten Monat bewusst noch stärker ‘politisiert’, um zu schauen, was passiert. Und siehe da – die Besucherzahlen sind erheblich gestiegen. Was für meine These spricht, dass die großen Gewichte sich verschieben, dass das Netz dafür ein Frühindikator ist, und dass hier zunehmend solche Positionen honoriert werden, die sich gegen neoliberale Holzköpfe, marktfundamentale Sektierer und Apostel der Ungleichheit richten. Allerdings dürften die Altmedien daraus kaum einen Fingerzeig für ihre ‘Redaktionslinien’ ableiten. So etwas zu glauben. wäre vermessen. Bei ihnen läuft alles hervorragend, und sogar bergab:

Die Blogs sind der Feind

Ist es legal, über Blogs auf digitale Inhalte zuzugreifen? – Nur in wenigen Fällen werden digitale Inhalte legal über Blogs zur Verfügung gestellt. In der Regel sind die Links in Blogs nicht rechtmäßig. Sie verweisen zumeist auf Inhalte, die bei sogenannten Cyberlockers gespeichert sind und nicht rechtmäßig im Internet veröffentlicht werden.”

Oha – sabbeln wie bei Radio Eriwan! ‘Cyberlockers’, wer mag das nun wieder sein? Ist am Ende der Google-Cache gemeint? Und dort würden Zeitungsinhalte und Journalisten-Links also nicht gespeichert? Man lernt doch immer etwas hinzu! Anders ausgedrückt: Was der ‘Stern’ darf, soll ‘Sternchen’ noch lange nicht erlaubt sein!

Wer aber schreibt solchen Mist, den jedes Gericht im Handumdrehen in die Tonne treten würde? Nun, die ‘Content-Industrie’, die in Deutschland innig zu Verbänden ‘verbunden’ ist: “Bundesverband Musikindustrie e.V., Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Zukunft Kino Marketing GmbH, Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen, Childnet International, Play Fair – Respect Musix, Pro Music, Respect Copyrights.” Ihr Ziel? Desinformation an jeder Schule …

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