Telepolis veröffentlicht ein dickes Buch über angeblich staatsgelenkte Mainstream-Medien, sozusagen eine wahre Aluhut-Bibel. Darin gleich zwei Kapitel über die Bilderberger-Konferenzen, wo bekanntlich alles Übel dieser Welt ausgekaspert wird – aber nicht einmal fällt das Wort ‘Nashibots’:

“In den Foren der großen Online-Medien hagelt es Tag für Tag Kritik an den gebotenen Deutungsnarrativen der Leitartikler und Meinungsmacher.”

Wo’s hagelt, gibt’s meist auch Hagelmacher – oder? Von wem wurde eigentlich damals die ‘Konkret’ finanziert? Und das Publikum ist vermutlich blöd, es könnte ja die ‘Deutschen Wirtschafts Nachrichten’ (jetzt auch gedruckt) oder ‘Compact’ statt des ‘Spiegel’ oder der ‘FAZ’ kaufen. Das tut es aber nun mal erwiesenermaßen nicht.

Tscha, wohl alle doof, außer den einschlägigen Kommentatoren. Vermutlich ist es ja ähnlich wie auf den ‘Montagsdemos’, da schreien auch fünfzig Hanseln ‘Wir sind das Volk!’ – und sie glauben sogar daran … aber gut, der Ulf Poschardt meint ja auch, dass er mit seinen ollen Kamellen von der FDP-Resterampe noch irgendwelche relevanten Bevölkerungsschichten repräsentiere.

Zumindest aber hätten unsere Teleponies doch hierzu mal etwas in ihrem dicken Buch sagen können, statt von ‘wahrer Volksmeinung’ daherzuwiehern und kreuzbrav ‘Russia Today’ aus der Hand zu fressen:

“Aus einem Strategiepapier der Sankt Petersburger “Agentur zur Analyse des Internets” geht hervor, wie die Wellen von Troll-Kommentaren auf Online-Plattformen funktionieren. Das russische Dokument wurde von einer Gruppe mit dem Namen “Anonymous International” veröffentlicht.