Im Kern unterscheiden sich die beiden politischen Theorien weniger, als dies die Kontrahenten wohl meinen: In beiden Fällen erleben wir den Versuch von Systembestandteilen, sich als Beobachter über ihr System zu stellen, in dem sie doch intellektuell befangen sind, sie versuchen also im imaginierten God-Like-Modus, die Wirklichkeit an abstrakte Ziele eines einzigen Systembestandteils anzupassen.

Die Maschine kann sich aber nicht außerhalb ihrer selbst stellen, selbst eine intelligente Waschmaschine könnte über nichts anderes als das Waschen ‘nachdenken’, auch nicht die Waschtrommel als ein Teil von ihr, selbst die Ökonomie hat aufgrund ihrer fundamentalen Selbstreferentialität nichts anderes als Ökonomisches im Kopf. In der Folge solcher Geistesverwirrung setzen sich dann der Markt oder die Gesellschaft absolut. In der Kybernetik spricht man vom Problem des Beobachters zweiter Ordnung, man kann nur adäquat über die eigene Situation reflektieren, wenn man sich der systemischen Begrenztheit seiner Perspektive und seiner Lösungsansätze, wie auch seiner Position ‘im System’, ständig bewusst ist.

Der ‘materiell-moralische’ Sinn derartiger Selbstüberhebung von Individuen ist in beiden Fällen wiederum gleich, es ist der Impetus des Privilegs: In der DDR hieß dieser Sinn Wandlitz, in der Bundesrepublik Crédit Suisse.