If your memory serves you well ...

Rötzer spricht

Er kann es einfach nicht – das ist mein Fazit, wo immer ich auf einen Text von dem Telepolis-Häuptling Florian Rötzer stoße. Hier aus einem Artikel nur zwei Stilblüten – woraufhin vor unseren gequälten Augen die verbeulte Grammatik voller Scham unter den Teppich kriecht:

“Inzwischen gehen die verlustreichen Kämpfe weiter und lässt sich die ukrainische First Lady in Kriegszeiten für die Modezeitschrift Elle Ukraine ablichten.”

“Kurz nach der Orangen Revolution hatte es auch mal Julia Timoschenko auf das Titelblatt geschafft, aber das war nicht Kriegszeiten.”

Man möchte mit faulen Orangen schmeißen. Vor allem aber ist Florian Rötzer der Meister des Putativs, wo die Girlanden des Unbewiesenen ständig ihr ‘Soll’ erfüllen müssen:

“[Der Mann] soll für die “Terroristen” gekämpft haben. Er soll gesagt haben, er habe aus Überzeugung, nicht als Söldner gekämpft. ,,, Nun soll ein Gericht über seine Schuld entscheiden. Sollten weitere Freiwillige gefangen werden, könnte es für die EU problematisch werden. Auch auf ukrainischer Seite soll das erste Mal ein Ausländer getötet worden sein. Es soll sich um einen Amerikaner namens “Franko” gehandelt haben.”

Tscha, der Mann kommt doch glatt mit zwei Verben durchs Leben. Vor allem aber vermittelt er uns mit Hilfe seiner kleinen Lieblinge, dass er grundsätzlich allem und jedem gründlich misstraut – ein echter Verschwörungstheoretiker halt: “Wasser soll nass und Feuer könnte heiß sein.” Es gilt das bewährte Motto aller Alu-Hütler: ‘Nix Genaues weiß man nicht – und deshalb glaube ich ans Gegenteil’. Auf die simple Idee, einfach mal selbst die Hand in den Kamin zu stecken, kommen sie hingegen nicht. Und selbst wenn, ihre Brandwunden müssten dann noch lange nicht eine Folge übermäßiger Hitze sein … es könnte sich ja auch um einen schmutzigen Trick der CIA handeln.

1 Kommentar

  1. sol1

    Offenbar leben alle beteiligten Parteien davon, den “fog of the war” zu verbreiten.

    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42554/1.html

    …und Florian Rötzer lebt davon am besten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© 2020 Stilstand

Theme von Anders NorénHoch ↑