Im Hamburger Verlagshaus Gruner & Jahr spielen sich Dramen ab”, schreibt uns der Gabor Steingart in seinen Handelsblatt-Newsletter (nur offline verfügbar): “Redaktion, Verlag und Aufsichtsrat ringen um die Zukunft der ‘Financial Times Deutschland’.”

Das ist erstens Quark – dass diese Zukunft gar keine Zukunft mehr haben soll, ist längst entschieden. Auf den Teppichetagen dort geht’s auch nirgends griechisch-römisch zu, da wird nicht ‘gerungen’, sondern kühl mit Zahlen operiert. Last not least befremdet mich dieser plötzlich panisch-hochpathetische Sprachgebrauch aus einer marktradikalen Wirtschaftsredaktion heraus: Hätten unsere Orakelmedien zu diesen hochgestimmten Tönen gegriffen, als es um etliche tausend Stellen bei Schlecker ging – und nicht nur um ein paar hundert im Journalismus – dann würden sie heute auf mich glaubwürdiger wirken. So aber ist es nur ‘der Markt’, der doch alles richtet, selbst Wirtschaftsredaktionen …