Stilstand

If your memory serves you well ...

Medienwandler

Viele übersehen beim Elefantenkrieg im Suhrkamp-Verlag, dass der Hans Barlach im Vergleich zur Ulla Unseld-Berkéwicz den moderneren Typus des Verlagsmanagers darstellt: Während sich die Ex-Frau des Patriarchen noch mit Sentimentalitäten wie Autorenpflege, Programmgestaltung und anderem Sozialkitsch herumschlägt, erblicken wir in Hans Barlach vor uns den modernen Verlagsmanager, so wie er in den Zeitungsverlagen längst auf den Teppichetagen eingezogen ist. Einem Hans Barlach ist es egal, ob er Bücher oder Salzheringe verkauft, Hauptsache, er verkauft davon genug! Und sollten die Autoren gehen – sollen sie doch! Dann macht er aus Suhrkamp vielleicht einen ‘Zalando’ für Büstenhalter, oder gleich eine Fondsgesellschaft. Hauptsache – der Fonds im Portfolio schmeckt ihm. Alles andere sind doch kulturelle Sentimentalitäten, pures 19. Jahrhundert, selbst noch der kollektive Aufschrei im Feuilleton, wo empörte Schreiber unter den künftigen Bedingungen höchstselbst längst leben müssen.

2 Kommentare

  1. Sind wir wenigstens zu zweit. Ich fühlte mich schon sehr einsam.

  2. BWL kommt, Kultur flieht … eine alte Geschichte.

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