Da mahnt man, da barmt man, da wirft man die ganz großen PR-Windmühlen an – und was nutzt es? Seit Anno Adenauer war keine Regierung mehr so beliebt wie ausgerechnet die große Koalition. Diesen Überschwang kann man – wie ich – ein wenig übertrieben finden, faktisch ist das wohl so. Da können unsere ‘Leitmedien’ auffahren, wen sie wollen:

“Wie die große Sozialromantik-Koalition unsere Zukunft ruiniert.”

“Die Rentenreform trifft die Falschen.”

“Wir brauchen die Älteren in den Betrieben.”

“Rentenpapst Rürup klagt an.”

“Schwarz-Rot wohnt kein Zauber inne.”

“Mindestlohn und Rentenpaket machen uns das Leben schwer.”

Tscha, liebe Butzemänner und Versicherungsvertreter – auf eure Rürup-Expertise und INSM-Apokalyptik beißen die Fischlein wohl nicht mehr so recht an? Äußerungen über die Grenzen der Wirksamkeit von Public Relations verkneife ich mir hier mal. Und der Untergang der FDP war eben kein Betriebsunfall, sondern ein Winterschlussverkauf. Wer war noch mal Dorothea Siems …?

“Come writers and critics
Who prophesize with your pen
And keep your eyes wide
The chance won’t come again
And don’t speak too soon
For the wheel’s still in spin
And there’s no tellin’ who
That it’s namin’
For the loser now
Will be later to win
For the times they are a-changin’.

Come senators, congressmen
Throughout the land
And don’t criticize
What you can’t understand
Your sons and your daughters
Are beyond your command
Your old road is
Rapidly agin’
Please get out of the new one
If you can’t lend your hand
For the times they are a-changin’.”