If your memory serves you well ...

Heuschrecklich – Deutsch

Wir haben eine Ölraffinerie gekauft, upgegradet und verkaufen sie jetzt wieder.” Wir lernen – ‘ausschlachten’ heißt auf heuschreckisch ‘upgraden’.

“Um eine große Transaktion zu closen.”  Aha – ‘über den Tisch ziehen’ gleich ‘closen’. Wieder was gelernt.

Sein “nächstes Target” ist “ein börsennotiertes Unternehmen.” Alles klar – ‘Target’ bedeutet ‘Opfer’.

Und das Leben, meint Schweickhardt, sei “ein lebenslanger struggle” . Okay, das war nicht anders zu erwarten – ‘struggle’ heißt also ‘durch die Gegend jetten’.

Ein lohnendes Target wäre sicherlich auch sein Hirn, um dieses nach einem Closing upzugraden, um es später einem der anderen Struggler als Performance-Wunder anzudrehen. Oder um es auf dem Jahrmarkt zur Schau zu stellen.

3 Kommentare

  1. Gerhard

    Ok, das mit dem Englisch (oder Denglisch) ist eine Seuche. Auch eine Seuche ist aber das häufige Benutzen von Fremdwörtern. Wie etwa “Euphemismus” (als recht bekanntes Fremd-Wort): Trotzdem musste ich nachschlagen und rausfinden, daß es “schönreden” umschreibt.
    Was ich sagen will: Ich komme ganz ohne Fremdwörter aus, ohne gleich mundtot zu werden. Vielleicht muß ich manchmal etwas umschreiben, aber ist das schlimm?

  2. Klaus Jarchow

    Es kommt ja auch darauf an, wie es sich spricht: ‘Euphemismus’ ist ein Trochäus, beim ‘Schönreden’ knallen zwei betonte Silben aufeinander, was jede Satzarchitektur sprachlich stört. Damit hängt also einiges zusammen, denke ich. Es gäbe aber immer Alternativen: ‘Emporjazzen’, ‘Rosafärben’, ‘Lieblichlügen’ usw. Was uns auf das weite Feld der ‘Neologismen’ führt. Verdammt, schon wieder so’n Fremdwort …

    Mit diesem Willi-Wichtig-Englisch will dagegen jemand seine Weltläufigkeit demonstrieren – und es klingt doch immer nur wie Oma Monsees in New York …

  3. Gerhard

    Ok, etwas hinzugelernt!
    Zum Englischen:
    Bei Präsentationen in engl. Sprache rutschen auch immer deutsche Begriffe mit rein. Das scheint unvermeidbar, hat man doch bestimmte Folien in Deutsch zur Hand – oder man braucht explizit den deutschen Ausdruck, weil es sonst “abwegig” wird.
    Ich bin selbst gerne Englischsprechender, kenne aber meine Grenzen. Andere hüpfen munter darüber hinweg..und das tut weh! Vor allem das gleichförmige “I check it”…Oder das “good!”, was auf eine ganz besondere undeutsche Weise gesprochen wird. Da krümmen sich immer meine Barthaare, dabei könnte es mir eigentlich egal sein…

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