Stilstand

If your memory serves you well ...

Frauenlos in Manchester

Andrea Seibel hat wieder zugeschlagen. Tief über die Spuren Margaret Thatcher’s gebeugt, gewinnt sie aus ihrer eingeschränkten Perspektive Eindrücke, die wir seit Charles Dickens endgültig stigmatisiert wähnten – die zudem jeder wissenschaftlichen Erfahrung mit menschlichem Verhalten widersprechen. Selbst in der Hundedressur hat der Behaviourismus noch nie funktioniert. Dementsprechend weiß die mitleidlose taz-Renegatin, heute ein Welt-Führungskräftchen, auch keine einzige Quelle für ihre kühne Behauptung anzuführen, außer den lustvollen Phantasien in ihrem Kopf.

Denn wer sanktioniert, schlägt und niederknüppelt, der schafft ewig nur Falschheit, Verlogenheit, Unberechenbarkeit und sonstwie Zerbrochenes – aber mit Sicherheit nie etwas Erwünschtes. Das in etwa ist der Stand der Wissenschaft. Eigentlich fehlt mir bei unserem sozialen Flintenweib nur die Forderung nach Wiedereinführung der Prügelstrafe – ein Gedanke, wo’s mich höchst irrational in den Fingern zu jucken beginnt. Doch mein Verstand sagt mir dann, dass sie selbst das nicht grundlegend empathisieren würde:

„Dass die Behörden nun vermehrt zu Abschreckung und Sanktionsmaßnahmen greifen, ist nur recht und billig. Denn das besagt jede Erfahrung: Einzig empfindliche Strafen wie Leistungskürzungen bewirken Verhaltensveränderungen. Wer bedingungslos gibt, dem wird nur genommen. Mitleid allein reicht nicht. … Dies ist Paternalismus pur und Ausdruck von tiefer Unfreiheit.“

Merke: Freiheit ist, wenn’s was auf die Glocke gibt …

Nachtrag: Die Zahlen, auf die sich das haltlose Seibel’sche Gekläffe stützt, hat dankenswerterweise das BildBlog richtig gestellt. Im Netz, das zeigt sich daran erneut, darf niemand mehr so daherschmaddern, wie’s die irregeleiteten Hormone wollen … Andrea Seibel ist übrigens eine Rückfalltäterin mit – ‚Widdewiddewitt!‘ – Pippi-Langstrumpf-Allüren. Allemal wird die Welt so zurechtgebogen, wie die Dame sie gern hätte. Siehe zum Beleg auch diesen schönen Text: „Langsam stellt sich die Frage, ob bei Welt-Online überhaupt noch irgendjemand einen blassen Schimmer davon hat, worüber er schreibt.“ Gute Frage, bis aufs ‚langsam‘ … meine Antwort: Fakten behindern ja bekanntlich nur die Schreibautomatismen – und ‚Gedankenwelten‘ oder auch nur ‚Denkräume‘ hat im rechten Milieu kein kühner Forscher je geortet.

7 Kommentare

  1. Oh, mit Quellen hatte sie bei ihren letzten Versuchen weniger Glück, da gab es auf die Finger. In diesem Fall ändert das auch nichts an der Substanz.

  2. Keine Quellen für ihre Behauptungen – bei der Argumentation sieht’s auch eher mau aus, und so ausgestattet dann im ‚toitschen Qualitätsjournalismus‘ mit seinen geradezu harvardmäßigen Ansprüchen überleben müssen – die arme Frau!

    😉

  3. Sollte einer von uns ihr kurz mal ein neues Wort beibringen: Desperado? Ihr vielleicht erläutern, was es bedeutet und wie jemand verzweifelt wird und was er dann tut?

  4. „Freiheit ist, wenn’s was auf die Glocke gibt …“

    Liberty Bell?

  5. Wenn man nicht merkt, dass das Pferd tot ist …

  6. @ André: Den Nazis tat das damals ja auch not …

    😉

  7. Tja, da hat die Minderleisterin doch glatt ihre Chancen eingedellt, in ihrer Partei noch etwas zu werden, wenn Lindner als neues Bundesmilchgesicht demnächst für Volk und Vaterland die Drei-Promille-Grenze von unten ankläfft. Wo er sich doch eigens den mitfühlenden Liberalismus ausgedacht hat.

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