Originelle Gedankenarbeit brauchte es für Parteikarrieren in der FDP nur selten”, das schreibt uns der Klaus Harpprecht aus einem Holzmedium heraus. Er berichtet dort über jenes adenauerzeitliche Sammelbecken versprengter Bräunlinge, das von manchen – und damit ebenfalls euphemistisch – ‘liberale Partei’ genannt wurde, von anderen lieber ‘Gauleiter-FDP’:

“Die nach Werner Naumann benannte Naumann-Affäre (1953) kennzeichnet den Versuch alter Nationalsozialisten, die FDP zu unterwandern, die in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen viele rechtskonservative und nationalistische Mitglieder hatte. Nachdem die britischen Besatzungsbehörden sieben prominente Vertreter des Naumann-Kreises verhaftet hatten, setzte der FDP-Bundesvorstand eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz von Thomas Dehler ein, die insbesondere die Zustände in der nordrhein-westfälischen FDP scharf rügte.

Tscha, später kam dort dann ja der Möllemann zum Zug. Der gleich eingangs erwähnte Euphemismus verbirgt sich übrigens hinter der kleinen Adverbialkonstruktion ‘nur selten’, die ein durchaus zutreffendes Absolutum gleich wieder einzuschränken strebt.

(Quellen: Zeitung und wikipedia)

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