Literweise fließen die Krokodilstränen, wieder einmal fühlt sich ein Mitglied der europäischen Giddel-Szene absolut unverstanden, trotz unübersehbar brauner Streifen in seinen kugelsicheren Verbalunterhosen:

“FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache spricht von einer “parteipolitisch motivierten Schlammschlacht” gegen ihn. Seine Aussagen zu den “neuen Juden” und sein Vergleich mit der “Reichskristallnacht”, dem Novemberpogrom von 1938, beim Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) seien völlig falsch berichtet worden.”

Wie aber und worin zeigte sich diese falsche Berichterstattung? Daraufhin folgt die typische Kamikaze-Argumentation jener Hirnamputierten, an die nur glauben kann, wen es nach Wissen nicht dürstet:

“Strache bestreitet die Aussagen nicht, behauptet aber, sie seien in einem Vieraugengespräch mit Klaus Nittmann, Chef des freiheitlichen Bildungsinstituts, gefallen.”

Schon klar, dann ist ja alles gut. Denn die ‘freiheitliche’ Privatmeinung ist natürlicherweise ganz etwas anderes als die wohlabgewogene öffentliche Meinung eines Männleins, das da unverdrossen meint, dass es irgendwie doch auch ein Politiker wäre wie die Großen, die ihn einfach nicht mitspielen lassen. Wer sich im kleinen Kreis als angeblich braunes Opferlämmchen outet, der muss im großen Maßstab schließlich jemand ganz anderes sein. Wahrscheinlich ein veritables Schaf …

Nebenbei, Herr Strache – nur weil der Jörg Haider vielleicht ähnlich angreifbar dahergeschwätzt hat, verwandelt sich intellektuelle Scheiße noch lange nicht in Rachengold.