If your memory serves you well ...

Der Teufel und die Logik

Leaders of the self-proclaimed Luhansk People’s Republic (LPR) announced they had liquidated an “illegal” torture centre in Luhansk on Jan. 2, highlighting recent infighting between various groups of Russian-backed separatists in the east of Ukraine. The LPR leader responsible for the prison is reported to have been killed by LPR chief Igor Plotnitsky.”

Boah, der Chef persönlich hätte die Exekution vorgenommen? Einem solchen Helden im Staatsoberhauptskostüm graut’s ja wohl vor gar nix! Davon abgesehen – im strikten Umkehrschluss deutet der Text zudem an, dass es dort auch “legale” Folterzentren gäbe … wobei mich der Wortlaut des Gesetzes schon interessieren würde, auf welches solche Zentren sich zu stützen wähnen. Naja, wie ‘Freiheitskämpfer’ eben so sind:

“Pro-Russian insurgents are regularly committing horrendous crimes,” said Hugh Williamson, Europe and Central Asia director at Human Rights Watch.’

Eine schöne Recherche der ‘New York Times’ zum angeblichen Putsch in Kiew ist nachfolgend verlinkt. Sie stützt sich auf Aussagen von Janukowitschs Kamarilla. In Wahrheit war es wohl so, dass die Mitglieder der Janukowitsch-Gang, nach der Unterzeichnung des Vertrages über vorgezogene Neuwahlen damals, einfach die Seiten wechselten und nach Hause fuhren. Der Präsidentenpalast und alle staatlichen Einrichtungen waren plötzlich unbewacht und der Maximo Leader dachte da, dass es für ihn vielleicht doch auch das Beste sei, umgehend das Hasenpanier zu ergreifen. Den Demonstranten fiel die Macht in die Hände wie ein fauler Apfel. Es gab keinen Putsch weit und breit, nur ein plötzliches Machtvakuum, auf das weder Russland, noch die EU oder die USA gefasst waren:

“He did not realize, Mr. Dobkin said, that rather than securing his future, the deal, which provided for early elections and other concessions, only sent a signal to Mr. Yanukovych’s allies that it was time to change sides. “When a leader stops being a leader, all the people around him fall away,” Mr. Dobkin said. “That is the rule.” He added, “To betray on time is not to betray, but to foresee.”

8 Kommentare

  1. Saiz

    Das ist wirklich spannend, hoffentlich kommt bald die Übersetzung der Originalquelle (rusvesna.su). Ich habe sie gestern schon gelesen. Tl;dr Das Gürkchen erklärt, dass er wegen der anhaltenden Machtkämpfe aus Novorossija abgehauen sei, und empfiehlt den russischen Freiwilligen, seinem Beispiel zu folgen.

    http://www.reddit.com/r/UkrainianConflict/comments/2raw4w/exinsurgent_leader_girkin_urges_militants_to/

  2. Klaus Jarchow

    Tscha – das Gürkchen. Wenn auch sonst von minderen Gaben, einen gesunden Überlebensinstinkt hat er ja … 😉

  3. Saiz

    Nun ja, ich frage mich halt, ob er nur so daherlabert, oder was hinter dieser Aufforderung steckt. “Putin is looking for an out” wie ein redditor meint? Vielleicht ein bisschen weit gegriffen, aber interessant finde ich es schon…

  4. Klaus Jarchow

    Dazu müsste der Onkel Vlad aber all die kleinen Geister, die er aus der Flasche ließ, irgendwie wieder zurückstopfen können. Einfach immer nur abmackeln – das fällt doch allmählich auf und lässt ihn als ‘Verräter’ dastehen. Ob das für ihn gesund ist?

  5. hardy

    @saiz

    [..] “Putin is looking for an out”

    er hat genau zwei optionen: raus oder den knopf drücken.

    was beide optionen vereint: er ist am ende tot und ich denke, das weiss er. ein elendes würstchen, wischiwaschi. girkin ist da irgendwie “straighter” und wahrscheinlichw irklich ein überzeugungtäter, putin ist nur ein opportunist, der sich verkalkuliert hat.

    aber das sage ich ja schon seit einem jahr.

  6. Saiz

    @hardy
    “er ist am Ende tot”
    Bist du dir da sicher?
    Das mag ja für Normalsterbliche gelten, für unsereins, aber für den Heiligen Vlad gibt es da bestimmt noch Möglichkeiten 😉

  7. Klaus Jarchow

    Mir schwebt eine Einbalsamierung an der Kreml-Mauer vor, mit dem Segen der orthodoxen Kirche … 😉

  8. hardy

    @saiz

    also ich sehe ihn von den novorossia jungs aus rache für seinen verrat an der sache in einen strassengraben entsorgt. man wird sich wohl was wünschen dürfen, oder? oder nur “vorstellen”.

    wie klaus schon sagt “der geist aus der flasche”.

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