Stilstand

If your memory serves you well ...

Den PR’lern dämmert da was:

Die Vernetzung der Menschen untereinander durch das Social Web löst die Einflusssphäre der Massenmedien zusehends auf und öffentliches Vertrauen entsteht nicht mehr nur durch die Komplexität reduzierende konstruierte Wirklichkeit der Medien, sondern immer mehr im direkten Zusammenspiel der Menschen untereinander – vermittelt nur durch technische Plattformen. Das hat für Public Relations herkömmlichen Zuschnitts die Konsequenz, dass sie der Gesellschaft ein kommunikatives “Instrumentarium” anbietet, das so nicht mehr gebraucht wird. (…) Warum sollen Unternehmen noch PR-Agenturen dafür bezahlen, “mediengerechte” Inhalte wie Pressemitteilungen, Fachartikel, Statements, ja selbst derzeit so angesagte Dinge wie Videos und Social Media Newsrooms zu produzieren, wenn die Empfänger dieser Instrumente – die journalistisch-redaktionell arbeitenden Massenmedien nämlich – auf den Prozess der öffentlichen Vertrauensbildung immer weniger Einfluss haben?”

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3 Kommentare

  1. Was erwarten denn die “neuen” Empfänger? Wohl doch auch Qualität, und die wird im Wesentlichen dadurch “hergestellt”, dass wir journalistisches Handwerkszeug anwenden (und vorher der Kopf einschalten).

    “Unternehmen, Organisationen und ihre Berater sind damit aufgerufen, Qualität zu liefern. Sie müssen ihr Publikum ernst nehmen, um selbst ernst genommen zu werden. Wer nur so tut als ob, wird über kurz oder lang entlarvt. Und vielleicht ist genau das ein Grund, warum sich die PR doch vor Social Media fürchten müssen. Nicht, weil wir anders Denken müssen, sondern weil alle mitbekommen, was passiert, wenn wir es nicht tun.”

    http://digital-conversation.de/2009/07/10/keine-angst-vor-social-media-warum-die-pr-twitter-und-co-nicht-furchten-mussen/

  2. @ Sascha: Dass die PR bisher ‘(massen)medienzentriert’ arbeiteten, dafür bürgt allein die Zahl der zahllosen Schnittchen-Events. Einen Hype nur mittels holzmedialer Mittel zu erzeugen, wird zukünftig kaum mehr möglich sein. Nicht nur der Journalismus steckt in der Krise, PR und Werbung ergeht es ebenso …

    Ein guter Text zur Situation ist das hier …

  3. Absolut, denn “wir” sind halt vor allem autoritätsfixiert. Und kaum hat sich die Community ihre Autoritäten gewählt, werden sie – siehe Sojafon – flux vereinnahmt.

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