If your memory serves you well ...

Darf der das?

Hmmm – ich dachte dem Putin sei ein Einmarsch in die Ukraine vom Parlament just wieder verboten worden?

“Russian Forces entered Luhansk and are waiting in the ambush. This information was given by Iryna Veryhina – current governor of Luhansk region.”

Nun ja, vielleicht will er ja auch nur den normalen Bürger, wie diese Frau, vor dem russischerseits erzeugten ‘Abschaum’ schützen:

“Es gab viele vernünftige Menschen in Slawjansk. Aber die Leute hatten ganz einfach Angst. Sie hatten Angst vor diesen Folterkammern, Angst vor den bewaffneten Banditen. Der ganze Abschaum hat sich erhoben, verstehen Sie, der ganze Abschaum, die ganze Unterschicht, Arbeitslose, Drogensüchtige … allerlei Schreckgestalten … die alle standen an den Straßensperren.

Die eine Granate, die jetzt auf russischem Territorium eingeschlagen sein soll, erinnert mich an einen anderen russischen Fake:

“The Shelling of Mainila (Finnish: Mainilan laukaukset) was a military incident on November 26, 1939, where the Soviet Union’s Red Army shelled the Russian village of Mainila (located near Beloostrov), declared that the fire originated from Finland across a nearby border and claimed losses in personnel. Through that false flag operation the Soviet Union gained a great propaganda boost and a casus belli for launching the Winter War four days later.”

Mich döcht, die Regulatoren haben allzu sehr auf Donezk als nächstes Ziel gewettet. Es scheint, dass der Mayhem über sie jetzt in Lugansk hereinbricht, was für mich auch Sinn ergeben würde. Berichtet wird von schweren Kämpfen dort. Bobodaidai und Strullkow wären ohne Lugansk vom russischen Nachschub völlig abgeschnitten und säßen in Donezk auf dem Präsentierteller. Auch die oben beschriebene russische Zuarbeit – ‘Wieviel Panzerl hätten’s denn gern?’ – wäre dann folgerichtig.

4 Kommentare

  1. Heinz Ruhr

    Gerade mal bei der FAZ geschaut, im entsprechenden Artikel toben sich wieder nashibots und die ewig gestrigen Montagsdemonstranten aus.

    Dort findet man unter anderem solche Texte:
    “Die Zeit ist reif
    Russland hat sich in den Putin Jahren nicht nur wirtschaftlich und machtpolitisch konsolidiert, es ist in vielen Hauptstaedten und bei Hunderten Millionen Menschen, rund um den Globus, auch zum Hoffnungstraeger für eine gerechtere und multipolare Weltordnung geworden. Putins Reise nach Südamerika hat das gerade wieder gezeigt. Lässt man jetzt tatenlos zu, dass die eigene Grenze dreist verletzt wird und dass in unmittelbarer Nachbarschaft Schutzbefohlene drangsaliert und massakriert werden, dann ist das neue Vertrauen ganz schnell wieder verspielt.”

    Wenn ich mir vor Augen führe dass dies durchaus ein halbwegs gebildeter Deutscher geschrieben haben könnte, wird mir ganz anders. Man stelle sich vor so jemand hat eine leitende Position in einem Unternehmen oder einer Behörde inne. Bin gespannt in welche Richtung sich die Welt bis Morgen weitergedreht hat, wenn meine Nachtschicht vorbei ist.

  2. Klaus Jarchow

    Jaja, galoppierende Phantasmopathie. Ich weiß nicht, welche Drogen dieser Kommentator nahm, faktisch steht’s um Russlands Ansehen dramatisch schlecht: “As the European Union considers further sanctions on Russia for its role in the standoff in Ukraine, Russia is broadly unpopular in many countries around the globe and increasingly disliked in Europe and the United States.” Ein politischer Kurssturz sozusagen … ein Paria unter den Völkern. Populär ist Putin allenfalls noch im eigenen Land, wo die Bevölkerung jeden Tag den Russia-Today-Eintopf auslöffeln muss.

  3. hardy

    hey, ihr zwei, also in kuba lieben die den putin … er hat gerade die schulden erlassen 😉

    und, klaus, so einen sch#### schreibt man nicht auf drogen, dazu muss man schon stocknüchtern sein, um nicht zwischen seinen wunschphantasieen und der wirklichkeit unterscheiden zu können. drogennehmer kennen den unterschied …

  4. Garfield

    Heinz Ruhr

    die Sache ist halt – nach Ende der Sowjetunion kennt man nichts anderes als Jelzin oder Putin (ob man Medwedew zählen soll, weiß ich nicht).

    Bei dem Vergleich fällt die Wahl ja nicht schwer…
    Außerdem muß man Putin zugestehn, daß er, nachdem unter Jelzin Oligarchen & Mafia die Macht übernommen hatten, nicht unbedingt den einfachsten Start hatte.

    Trotdem fällt mir auf, daß Russen & Spätaussiedler mit Kontakt ins Mutterland, die ich im “real life” treffe, fast ausschließlich keine besonderen Putin-Freunde sind, und mir auch stets versichern, daß er “daheim” nicht besonderes beliebt ist (was nicht heißt, daß man in Rußland nicht gut leben kann, oder dort nur Superreiche und -Arme wären)…

    natürlich gibt’s in Rußland auch mehr als genug Putin-Jubelperser, siehe nur Nashi oder StopXam; aber den Unterschied online/offline find ich schon auffällig.

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