Stilstand

If your memory serves you well ...

ABC-Schützin im Wunderland

Unsere Dorothea ‚Dodo‘ Siems verfolgt konsequent ihren Weg als Running Gag der deutschen Presselandschaft. Jetzt hat sie eine veritable Sensation ganz alleine herausklabüstert:

„Ökonomen haben errechnet, dass Wohltaten wie das Betreuungsgeld die Schulden in die Höhe treiben.“ (Quelle: Altmedien)

Ja, Donnerwetter, das ist ja ein dolles Volk, diese Ökonomen! Was die alles berechnen können! Und ich dachte immer, das Betreuungsgeld würde deswegen halbwegs kostenneutral ausfallen, weil bayrische Zahnwaltsgattinnen bei ihren Blagen zuhause bleiben müssen, was dem Ehemann bares Geld spart. Oder so, oder wie, oder wat …

Hinweis: Bis auf weiteres verzichtet der ‚Stilstand‘ auf Links zu Verlagen, die sich nicht ausdrücklich und glaubwürdig vom geplanten Leistungsschutzrecht distanziert haben.

3 Kommentare

  1. Etwas OT, aber …
    Deine Fussnote ist eine gute Sache. Man muß wohl so deutllich betonen, daß es eine vor – und Nachleistungsschutzrechtzeit gibt. (wasn Wort …)
    Was ich persönlich aber für inkonsequent halte, ist, das LSR dadurch zu relativieren, daß man zwischen Verlagen unterscheidet. Es geht m.E. nach um das Gesetz an sich.
    Entweder, man verlinkt konsequent nur noch auf Quellen, die das LSR nicht betrifft oder man macht es so nebulös wie die fraglichen Medien, die als Quelle „Internet“ oder „Youtube“ angeben.
    Quelle: Altpapier.
    Man sollte nicht den Fehler der Verlage wiederholen, das Netz für klein und deutschsprachig zu halten.
    Verlinken? Aber immer doch! Nur nicht auf deutsche Verlage. Nur wenn der Traffic auf den Onlinemedien der Feinfedern spürbar einbricht, werden sie vielleicht etwas lernen.

  2. Naja – ich sehe zwischen ‚Heise‘ und ‚Springer‘ schon gewisse Unterschiede. Meine persönliche Einschätzung ist: Dieses juristische Ungetüm wird schon deshalb nicht kommen, weil es in der Realität gar nicht lebensfähig ist.

    Natürlich verlinke ich weiter auf ausländische Verlage, so, wie ich auch auf ‚Heise‘ verlinke oder auf die ‚taz‘, die mit diesem Humbug ja ebenfalls eher auch nichts zu tun hat. Sie alle können ja nichts dafür, dass Springers Hausjuristen sich schon etwas mehr Mühe hätten geben können, wenn sie – wie nicht nur ich das vermute – der Frau Ministerin schon mal ein Gesetz aufmalen dürfen. Da man nicht TINA-haft formulieren soll: Es kann natürlich auch sein, dass sie von der Wirklichkeit schlicht keine Ahnung haben …

  3. Natürlich gibt es da Unterschiede – selbst unter Verlegern und Journalisten besteht ja keineswegs Einigkeit über diese Todgeburt.
    Auf der anderen Seite sehe ich wenig Gründe, dort zu differenzieren, wo das LSG genau das eben nicht tut. Mir wäre nebenbei das Risiko zu hoch: Spiegeljournalisten bitten ausdrücklich ums Zitieren und Links – 25% des Verlags gehören der Bertelsmann-Tochter Gruner & Jahr. Wie sehen die das?
    Was Heise und ähnliche Verlage angeht, muß man sich also täglich darum kümmern, ob die von irgend jemandem aufgekauft wurden oder es eine überaschende neue Mehrheitsbeteiligung gibt… ein Glücksspiel.
    Ob das Gesetz lebensfähig ist, bleibt abzuwarten. Die Hoffnung, das es sich um eine Todgeburt handelt, teilen wir jedenfalls.
    MvG
    Daniel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© 2018 Stilstand

Theme von Anders NorénHoch ↑