Stilstand

If your memory serves you well ...

Zu kurz gedacht …

Ohne die alles übertünchende Euro-Krise könnte die Koalition schon lange nicht mehr verstecken, dass die Regierung längst aufgehört hat, zu regieren.“

Diese Koalition hat nie angefangen zu regieren. Allenfalls trieb der Druck der Ereignisse sie zu unumgänglichen Beschlüssen (Atomausstieg) oder unsere Politikfiguranten arbeiteten – getrieben vom Lobby-Druck – ihre Dienstleistungs-Aufträge ab (Hoteliers-privileg, Leistungsschutzgesetz usw.). Eine Idee aber, wozu sie auf der Welt und an der Macht sind, haben sie nie gehabt …

5 Kommentare

  1. Herr Jarchow!
    Sie wollen also allen Ernstes behaupten, der Steuerzahler hätte während der letzten 8 Jahre eine Regierung finanziert, die auf dem Niveau der Tele-Tubbys lavierend, einen Betrag von ca. 5.102.352.000€ verschlungen hat?
    Sie sollten sich was schämen, aber wirklich…
    ganz geknickt
    das Pantoufle

  2. Acht Jahre, bester Herr? – Nun, die große Koalition nehme ich zumindest aus. Damals konnte an guten Tagen der tumbe Pöbel noch einen Hauch von Regierungskunst bewundern – das Duo Angie und Peer trat dann vor die Presse wie einst der Nobbie Blüm: ‚Die Spoareinlagen sünn sischer‘.

    Seit aber die gelben Bubis mit den ganz großen Rosinen im Kopp non-regieren, seitdem ist nichts mehr sicher, seitdem wurde nur noch die Kunst der Selbstblockade in diesem Streichelzoo für Oligarchen zelebriert, und an hohen Feiertagen quiekten sie ebenso unausweichlich wie falschtönend etwas von ‚Froihoit‘ und ‚Loistong‘ …

    OT: Wem ist eichentlich dem Hund da bei dir?

  3. Das ist wohl das Konzept von Neoliberalismus (und die Idee, wozu die Regierungspolitiker auf der Welt und an der Macht sind): Politik findet nicht statt, außer die Welt geht unter (Fukushima) oder die Reichenundmächtigen wünschen sich Geschenke. Wie ironisch, dass Schwarzgelb nichts dafür getan hat, sondern abgewartet hat, bis Rotgrün die Gesellschaft so eingerichtet hat.
    (Weil ich nicht so gern regiert werde, beklage ich lieber den Mangel an Politik, nicht den Mangel an Regierungskunst. „Reform“ bezeichnet heute einen Vorgang, der sein eigenes Gegenteil ist.)

  4. Also was dem Hund bei mir ist… beim Erbloggten mußte ich ganz, ganz schnell über das Wort »Regierungskunst« hinweglesen, bevor…«. Kennst Du die Szene bei Loriot, wo Evelyn Hamann in »Papa ante Portas« Testschmeckerin in der Pralinenfabrik ist? So wie ihr geht’s mir bei diesem Begriff…
    Also der Hund: Das ist Oskar, seines Zeichens Redaktionskampfhund und bester Freund nicht nur des Menschen sondern auch der meine. Oskar gehört zu der seltenen Gattung der edlen Promenadenmischungen und ist wie sein Herr für sein Alter recht rüstig. In meinem Haushalt befindet sich noch die Katze Frida und gefühlte 200 Fische in einem Aquarium. Dann gebe es noch »Fips,das Eichhorn« (seit mindestens 5 Generationen) und den Eichelhääär. Aber auf meinem Header hat Oskar seinen Platz: Wie ich schon bemerkte – Redaktionskampfhund. Bellt nicht, kratzt nicht… kommen Sie nur näher: Er ist vollkommen harmlos 🙂

  5. @ Erbloggtes: Mich dauern die armen Beerdigungsredner, die irgendwann solchen Figuren am offenen Grab die Laudatio halten müssen. Außer Floskeln gibt es da doch nichts, keine Biographie, nichts Charakteristisches. Allenfalls der geliebte Dackel ‚Fido‘, wo sich an der Affenliebe des Verblichenen doch gezeigt habe – flötet dann erleichtert der Schönredner – dass auch der Ach-so-Früh-Verstorbene im Kern ein ganz warmherziger Mensch gewesen sei. Und weil wir jetzt so schön auf den Hund gekommen sind, kommen wir zu …

    @ … pantoufle: Meine heißt Luise, eine wilde Mischung aus Labrador, Huskie, Schäferhund und Berner Sennhund, so weit jedenfalls, wie man die Ahnengalerie zurückverfolgen kann. Sie ist damit exakt so rasserein wie ein Arier oder Urgermane, wo ja auch etliche kaschubische Besenbinder, dazu diverse Besatzungstruppen von Altrom über Paris bis Washington, und dann noch marodierende Steppenvölker aus dem Inneren Asiens deren Stammbaum zumeist so ergiebig befruchtet haben, dass solche Witzfiguren dabei herauskamen. Weil meine Luise zusammen mit dem ganzen Wurf im Dorf Nordkampen in einem ehemaligen Schweinestall einquartiert war, ist sie natürlich auch von bestem niedersächsischen Landadel und heißt daher mit vollem Namen: Luise von Nordkampen-Wech …

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