Stilstand

If your memory serves you well ...

Wie meinen?

Heute präsentiere ich euch mal einen echten Brabbel, auch Wortauffädler, Lauthals oder Stimmvieh genannt. Gefunden habe ich ihn – na klar! – bei unserer unnachahmlichen Jennifer Nathalie Pyka, die mit dem Duft ihrer köstlichen Buchstabensüppchen, die sie uns arglosen Lesern beim ‚European‘ immer wieder anrührt, vor allem Trolle aus ihren Höhlen lockt, so wie die Kerze die Motten:

„Wer nicht lernen kann zu tolerieren u. die kommunikative Auseinandersetzung zu suchen und nur darauf erpicht seine persönliche Meinung – auch mit Gewalt – wobei Fähnchen und Luftballons auch eine Form von Gewalt sein können – zu vermitteln, ist viel näher am Nazitum, als aller anderen, denn nicht jeder Pilz im Wald ist wirklich genießbar.

Ach Gott, ach Gott, er hat ja so recht: Wo sollte das bloß hinführen, wenn jeder dem anderen seine persönliche Meinung vermitteln wollte? Vermutlich zum Aufblasen gewalttätig platzender Luftballons. Da kann man sich allerdings gleich die Hakenkreuzbinde überstreifen, statt hinterrücks mit Fähnchen zu morden – oder so ähnlich jedenfalls. Herr Ober – bitte noch zwei Pilz!

9 Kommentare

  1. [Weil’s von den seltsamen Bewohnern dort in ‚Jenny’s Welt‘ einen solch plastischen Eindruck vermittelt, sei dieser wirre Kommentar in seinem österlichen Duktus hier einmalig freigeschaltet. Der nächste, der mir hier auf den Teppich kotzt, wandert aber wieder ins große Daten-Nirvana, da mag er zwischen Hass und Einsicht sich noch so sehr etwas über die ‚totalitären Ideale‘ der anderen von der Palme tattern. / KJ]

    Wissen Sie, Jarchow, ich finde Sie lustig. Also, dass sie den Namen Chat Atkins zum Trollen missbrauchen weniger, den mag ich, aber ansonsten sind Sie wirklich in der Lage, durch Ihren Sprachstil Bilder zu vermitteln. Gratulation.

    Ich kann Sie immer vor mir sehen, ein verbitterter alter Mann, der ausgebliebenen Weltrevolution hinterher trauernd, der mit Energiesparfunzel besessen versucht, eine 23jährige zu bekämpfen, die mit bösartigem Schreibstil all seine totalitären Ideale aufspießt. Und da deren stilsichere Schreibe Ihnen nicht genug billige Angriffspunkte liefert und Ihr innerer Hass Ihnen die sachlich Auseinandersetzung unmöglich macht, stürzen Sie sich wie eine ausgehungerte Mücke auf irgendwelche missliebigen Kommentatoren. Das nächste Stadium dürfte sein, dass Sie selber unterstützende Kommentare schreiben, ein paar Fehler einbauen und hernach durch humorfreie Abhandlung auf Ihrer Seite sich erleichternde Befriedigung verschaffen.

    Die Vorstellung ist gar köstlich, machen Sie weiter so, ist auch gut für Infarkte und Magengeschwüre.

  2. Oha: Waldemar Pabst, der schneidige Freigeist und Menschenfreund, lebt noch? Donnerlüttchen, Respekt und „Hacken zusammen“! Verdammich! A propos hacke: Mir auch noch’n Pils.

  3. Oha, hat er eine Bw-Vergangenheit? Mir schien er eher ein Ableger von dieser Alles-Idioten-außer-Pappa-Fraktion, also von denen, die unversehens allein am Tresen sitzen und sich dann wundern, weshalb, wo sie doch so schlau sind.

    Dein Pils kommt, aber erst muss ich mit meinem päbstlicherseits immerhin anerkannten „Sprachstil“ vom Schaschlik des „bösartigen Schreibstils“ der bewussten Dame „energiesparfunzelnd“ die „aufgespießten“ „totalitären Ideale“ klauben, sonst glaubt mir ja keiner, dass ich überhaupt über Ideale verfüge. Erstaunlich, dass manche Leute meinen, sie könnten schreiben, obwohl sie doch nur tief ins Fass mit dem Wortschatz greifen …

  4. Hoppsa – der Nickname ist gar keiner? Er heißt wirklich so? Mist – umsonst das Halbwissen aufgegoogelt…

  5. Tscha – es ist natürlich eine praktische Sache, wenn man so heißt wie Noskes Fleischerhund. Alle eigenen Beiträge bleiben dann gewohnt irrelevant und erscheinen bei Google erst ‚unter ferner liefen‘, während der Killer aus den Reihen der selbstlegitimierten Konterrevolution des Jahres 1919 die ersten Seiten abonniert hat.

  6. Hat aber lange gedauert, bis der Groschen gefallen war. Mit der historischen Bildung ist das auch nicht mehr das, was es früher einmal war. Dabei hatten die 68er doch noch richtiges Abitur, bevor sie daran gingen, es ihren Nachfolgern zu vermarmeln.
    Google nutzen ist natürlich eine schwierige Sache, aber wenn Sie üben, kriegen Sie es noch hin. Dann können Sie nicht nur Ergebnisse vermuten, sondern sogar auf der Basis gesicherter Erkenntnis schreiben.
    Ich bin Optimist.

  7. Ach Gottchen – Sie wären angesichts solcher Auftragsmorde wohl gar klammheimlich von Wohlgefallen erfüllt – so wie einst auch die Buback-Mörder? Oder wie darf ich das jetzt verstehen? Im übrigen bin ich Historiker, sogar mit vorangegangenem Einser-Abitur, und mit einem übermäßig langen Gedächtnis ausgestattet. Ich vermutete nur, unangemessen fair gestimmt, Sie wären ein Opfer namensgleicher Koinzidenz – und daher persönlich unschuldig. Das kommt vor – Irren ist bekanntlich menschlich.

    So etwas ist unter uns ‚Gutmenschen‘ eben endemisch: Man denkt von anderen stets nur das Beste. Aber gut, wenn Sie sich mit jener Feigheit auch heute noch, unter selbstgewähltem historischen Pseudo kommentierend, derart zu identifizieren vermögen, dann ist eben das so – dann spricht das natürlich und selbstverständlich ganz klar für Sie. Aber anders, als Sie dies meinen. Jedem Tierchen sein Pläsierchen: Deren Schatten erschlage fortan Ihr Renommée bei jeder ersten Lautgebung … was auch immer Sie jetzt noch zu ‚argumentieren‘ versuchen. Von nun an dient jeder Kommentar Ihrerseits nur noch als Futter für die Tonne …

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