Stilstand

If your memory serves you well ...

Wer schreibt, ist zu zweit

Wer Texte für ein öffentliches Netztagebuch schreibt, der erfindet nicht nur sich als Person, wie es guter Brauch unter Textern ist, sondern er erdichtet immer auch einen Leser hinzu – mindestens einen. Also wird er notwendigerweise Dinge verschweigen: alles, was dann doch ‚zu persönlich‘ ist. So offen ist kein Blog, dass der Schreiber diese Hemmung fallen lassen könnte, dem letzten Handtuch in der Sauna gleich. Ob ein Schreiberling seinen Leser später wiederfinden wird, ist eine ganz andere Frage. In allem aber, was er schrieb, war ihm dieser Leser ständig präsent. Nie ist daher in einem Text der Schreiber daher ‚ganz‘ oder ‚ausgesprochen‘ vorhanden – auch und gerade nicht in solchen ‚elektronischen Tagebüchern‘ wie hier.

Ach so – ‚Hallo, liebe Voyeure da draußen!‘

2 Kommentare

  1. Beim Kommentieren wird das letzte Handtuch gerne fallen gelassen.

  2. Du meine Güte, ich habe 5 Blogs, die ich mehr oder weniger parallel führe. Ich denke, es ist Schizophrenie…

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