Springers Kampfhunde bei ‚Welt Online‘ haben ihren Lieblings-Kauknochen losgelassen, um sich in ein brandneues Objekt zu verbeißen: „Die irrlichternden Piraten markieren den Tiefpunkt basisdemokratischer Subkulturen.“ Wieso aber markieren die Piraten diesen Tiefpunkt – und nicht siegestrunken und erhobenen Beins unsere knurrenden journalistischen Kampfhunde? – Egal!

Die Grünen jedenfalls müssen nicht länger allein am ideologischen Kältepol im sibirischen Gefangenenlager unserer hirnvernagelten Kulturkrieger hocken – oh, Herr, es geschehen doch noch Zeichen und Wunder! Die dank Redaktionsstatut verbohrten Textlinge verhaften trotzdem – bildungsferne Studiengänge wie Jura und Ökonomie mal ausgenommen – ‚buchstäblich‘  immer nur den eher akademisch gebildeten Teil unserer Gesellschaft und klagen ihn für alle Übel dieser Welt vor ihren verlegerischen Schnellgerichten an. Nun ja, Rollenspieler halt – sehen überall nur Orks! Dass aber das nationale Leitmedium unserer Republik ein Drittel der wahlfähigen Deutschen schlicht für krawallig und doof hält, das soll hier dann doch nicht unregistriert bleiben: „Ihre Wähler sind so destruktiv wie die Partei selbst.“ So pauschal würde ich noch nicht einmal über die FDP daherdenken …

Nachtrag: Och, ich sehe gerade, dass der Schreibmeister selbigen Wirrsals gern mal „mit dem Finger auf das böse, böse Internet da draußen“ zeigt – und dann sind die gräuslichen Piraten ja nicht mehr weit …