Stilstand

If your memory serves you well ...

Dank SUV zum Supermann

Im Autojournalismus – abhängig natürlich von der Dicke und PS-Zahl des Gefährts – perlt es sprachlich oft wie im Whirlpool eines Vorstadt-Puffs daher. Keine arglosen Superlative kommen dann noch unverwöhnt davon. Die Schreiber? – Natürlich ausschließlich Männer:

„Hier kommt der Gigant.“ Den er wohl gern hätte …

“ … fühlt man sich ungewohnt erhaben, souverän …“ Weitab vom Redaktionsalltag sozusagen ...

„Sitzt man erst einmal drin, wächst das Ego plötzlich in Richtung King of the Road.“ Da ist dann nix mehr mit ‚Schnuckibärchen‘ …

„Der Wagen wirkt geradezu unverwundbar. Das färbt auf den Fahrer ab.“ In seiner rollenden Wohnzimmerschrankwand lässt er dann endlich mal die Wildsau raus …

„Wahrscheinlich würde der RAM selbst über einen Kleinwagen rumpeln, ohne dass der Kaffee aus dem 2-Liter-Becher schwappt.“ Tscha – ist kein Fun da, war’s wohl ein Fiat Panda …

Wer sich jetzt Gedanken über die Einstellungsvoraussetzung von Motorjournalisten macht – die mache ich mir auch gerade. Allerdings gibt es im Genre Anlass zu Hoffnung: „auto motor und sport ist der prozentual größte Verlierer“

1 Kommentar

  1. Dummschwatz von Motorjournalisten treibt häufig Blüten. Hier etwa
    »macht Opel Dampf« (Frühindustrialisierung?*) und ein Automobil »zündet den Turbo« (Auto Bild*). Ob der Verfasser wohl meint, dass man mit einem brennenden Turbo schneller vorankommt? Keine besonders schlaue Idee*) ..

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