Stilstand

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Verschwörungsgemunkel

Unsere Medien, auch die Verbände, die Parteien – sie alle behaupten nur deshalb so unermüdlich und krokodilstränenüberströmt, dass die SPD sich auf ganzer Linie in dieser großen Koalition durchgesetzt habe, damit der kleine Sozialdemokrat das auch brav glaubt, und beim Mitgliederentscheid sein Kreuz an die richtige Stelle malt. Hinterher gibt’s auch für ihn dann schwarze Suppe ohne Nachschlag, statt roter Götterspeise …

6 Kommentare

  1. Schwarze Suppe ohne Nachschlag? Nein, die kriegen noch ein paar Kellen obendrauf und werden zum Aufessen gezwungen. So wie wir alle.

    Erst wenn wir uns den Fraß noch mal durch den Kopf gehen lassen, einfach weil der Bauch uns dazu zwingt, werden wir merke(l)n, wie sauer die Suppe schon beim Kochen abgeschmeckt war.

  2. Dabei kann man als einigermaßen logisch denkender Mensch schon aus dem Gebahren der Medien ,wie z.B. auch dem peinlichen Auftritt von Marietta Slomka ,beim Interview mit Gabriel im ZDF,sehr gut auf die „Qualitität“ dieses Koalitionsvertrages schließen.

  3. @Olaf:
    „Erst wenn wir uns den Fraß noch mal durch den(…)“ Kropf [??] „gehen lassen, (…)“ ?

    … als aroma-flüchtiger Tippfehler dem Suppenmeister geReicht.

  4. ich hatte ja darauf spekuliert, daß du die „gesprächsführung“ von frau slomka, dieses patzige kleinmädchen herumgezicke einer sich offensichtlich überschätzenden selbstdarstellerin mit verkümmertem verfasungsverständnis, aufspießt und eine rubrik „slomka“ einrichtest, aber … da du ja die arbeit verweigerst zitiere ich mal gerade den einzig wirklich treffenden kommentar, den ich die tage zu lesen bekam. überraschenderweise in der „zeit“

    „Debattenfeindliche Merkelbürger, desinteressierte Durchregierte, traditionelle SPD-Skeptiker und viele andere teilen wahrscheinlich, was sich jetzt als Deutung des Mitgliederentscheides verbreitet: Drei Monate verhandeln die, und nun sollen frustrierte Linke die Gelegenheit erhalten, alles kaputtzumachen. Muss das sein?“

    deutschland 2013. lars klingbeil entdeckt „herzensangelegenheiten“ beim koalitionspartner in spe und will sich nicht von irgendwelchen datenspeichereien das pöstchen (in spe) zerreden lassen. da hilft nur noch, nüsse sammeln, sich ein dickes fell zulegen und ein loch zum 4jahres überwintern buddeln …

  5. Marietta Honka habe ich sie in der Sargnagelschmiede daraufhin getauft. Denn mehr als insistierendes Rumgehonke war das Gejiffel in meinen Augen nicht – man sollte diese ‚Anchor-(wo)men‘ nicht überschätzen: Sie haben zwar eine gute Aussprache und sind telegen, was aber noch lange nichts über den Intellekt aussagt …

  6. wobei der siggi ja durchus dazu neigt, schon mal einem interviewer die volle breitseite zu verpassen. vor (ca.) 6 jahren hat er mal dem dirk oliver heckmann, der ihm bei einer morgentlichen autofahrt mit genauso nervigem insistieren auf den senkel ging, eine breitseite verpasst und das telefon dann hingeknallt, daß ich hier vor glück ins taumeln kam. das interview ziehe ich mir ab und an aus dem archiv und freue mich dran, daß sich einer das traut.

    früher saßen ja die hofberichterstatter den politikern noch auf dem schoß und sabberten sich einen ab, dann kamen freche linke journalisten, die nachbohrten. heute ist das zur reinen selbstdarstellung heruntergekommen.

    wobei sich madame da ja als komplette niete in sachen verfassung des landes entpuppte, die – in der lieblingsattitüde #2 der journaille („ich rede darüber nur, weil andere darüber reden“, #1 wäre „ich stelle die frage nicht deshalb so doof, weil ich es bin, ich mache das im auftrag des doofen zuschauers“) partout darauf bestehen wollte, daß ihre kindischen vorstellungen, wie das land funktionieren sollte, irgendetwas mit der bitteren realität zu tun hat. ganz ganz furchtbar peinlich.

    auch peinlich: gestern höre ich einen rechtshistoriker, der im dlf die klare ansage macht, daß die bilder rechtlich einwandfrei dem nun geouteten sammler gehören. der skandal ist eher in dem zunehmend mangelnden sachverstand der journaille zu sehen, die den unterchied zwischen recht und (ihrer vorstellung von) gerechtigkeit offensichtlich selbst nicht mehr kennen.

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