Stilstand

If your memory serves you well ...

Schlagwort: Angela Merkel (Seite 2 von 3)

Aber, Angela!

Internet hin und her, ich bin trotzdem der Überzeugung, daß eine Fähigkeit zum Lesen erhalten bleiben sollte. Und nicht nur reduziert auf Abkürzel bei den verschiedensten Sorten der elektronischen Nachrichtenübermittlung. Denn es kann nicht schaden und man kann auch ein guter Internetnutzer sein, wenn man über gute Lesefähigkeiten, glaube ich, verfügt.”

Ja, WTF und CU later, Schreibtischtäter, dein Netzwissen ist tbd! Wie darf ich einen solchen Rant verstehen: Alle blöd außer Mutti, oder wie jetzt? Umgekehrt wird doch wohl eher ein Schuh daraus!

Warum sagt der Lady nicht mal jemand, dass alle Internet-Kompetenz zwingend auf der Fähigkeit, gut schreiben zu können, aufbauen muss. Fast mehr noch als dies im Print-Bereich der Fall ist. Und dass jemand, dem es an Lesefähigkeit mangelt, im Internet rettungslos verloren ist. Wahrscheinlich aber hat sie nur bei Twitter oder Facebook mal jemandem über die Schulter geguckt – und so denkt sie jetzt, solche Kritzelkisten und Schreibfahrschulen seien ‚das Internet‘ …

Lügen-Quiz

Gestern hieß es noch, dass es allein eine Idee der Zyprioten selbst gewesen sei, alle Kleinsparer am Bail-Out der Bläh-Banken dort zu beteiligen. Heute steht im Newsletter des ‚Handelsblatts‘, dass ganz maßgeblich unser Wolfgang Schäuble auf diese ‚Lösung‘ gedrängt haben soll – die ganz nebenbei mal wieder keine war. Nur eine Version dieser Geschichte kann logischerweise stimmen, von zwei konträren Varianten der Realität muss eine den Tatsachen widersprechen – ich persönlich habe da auch einen Tipp, den verrate ich aber nicht …

Nachtrag – die Geschichte wird immer bizarrer: Nun – mit solchen Medienberichten konfrontiert – bekräftigt unser Finanzminister erneut, dass die deutsche Regierung keinesfalls eine Belastung der ‚Kleinsparer‘ verlangt hätte. Derweil überrascht der zypriotische Regierungsprecher mit der Aussage, dass die deutsche Regierung ursprünglich – und in persona Schäuble – sogar einen Abschlag von 40 Prozent verlangt hätte. Tscha, wem will man da glauben – Kohls Kofferträger oder dem gerissenen Levantiner? Und weshalb musste der Regierungschef des kleinen Inselstaates vorher bei Mutti anrufen, bevor er verkünden konnte, dass kleine Einlagen bis zu 25.000 Euro jetzt doch verschont würden? Fragen sind das …

Nachnachtrag: Und all das Fisimentieren und Auftrumpfen hat ihnen letztlich gar nichts genutzt: „Der Rettungsplan für den zyprischen Bankensektor ist offenbar gescheitert: Laut einem Regierungssprecher wird sich das Parlament gegen die Sondersteuer aussprechen.“ Nun ja, da wird die Mutti wohl noch etwas tiefer in die Tasche greifen müssen.

Schwarzgelbe Angeber, die gern den ‚reichen Onkel aus Amerika‘ spielen, obwohl es auch um die deutschen Vermögen geht, die bringen letztlich nur alle gegen sich auf, sogar die ‚Finanzmärkte‘, also die Reichen dieser Welt …

Hier übrigens ein halbwegs glaubwürdiges Ablaufprotokoll der entscheidenden Sitzung aus einem österreichischen Medium.

Dies ist ein Crosspost aus meiner ‚Sargnagelschmiede‘ …

Mutti ist schlau

Für den Lobgesang auf ihre desolate Regierung braucht Angela Merkel die Unterstützung der Privaten, sonst mag es ja niemand mehr tun – und alle Restjournalisten dort werden brav ‚liefern‘, denn der Arbeitsmarkt macht es leicht, Wahrheitsapostel oder aus anderen Gründen Widerstrebende auszutauschen: „Koalition will Google-Steuer durchs Parlament peitschen.“ Interessen werden also ausgetauscht – so sehe ich das – denn rasch naht der September 2013, da nehmen sie den absehbaren Ärger mit dem Verfassungsgericht gern in Kauf. Dessen Mühlen mahlen langsam und die oberste Rechtsaufsicht entscheidet wohl erst nach dieser 24-stündigen Einführung von direkter Demokratie im Herbst …

Merkeliana

Schwarz-Gelb müsse sich „breit aufstellen“, sagte Angela Merkel.

Na – denn mal ‚Prost!‘ …

Gekakel unter Orakeln

Die CDU-Vorsitzende [hat sich] selbst verordnet, auf keinen Fall den Moment für den rechtzeitigen Ausstieg zu verpassen. Nur: Wann wird das sein? Einiges spricht für das Jahr 2015.

Tschaja, es ist die Zeit des Jahreswechsels, da fliegen die Haruspices immer besonders tief. Es gibt andererseits auch einige deviante Auguren, die zu Recht oder Unrecht vermuten, dass jenes höchst bedauerns- und bekakelnswerte Ereignis unter Umständen viel weniger selbstbestimmt im September 2013 schon eintreten könnte. Für Ratlose: Das hätte dann etwas mit Demokratie statt mit grünblättriger Medienmonarchie zu tun – weshalb davon nur wenig im ‚Focus‘ steht …

Kaumdeutsch für Fortgeschrittene

Merkel sieht „starkes Signal nach Europa“. Ob ‚an‘ und ‚für‘, ob ’nach‘ und krach, für sie ist heut ein guter Tach …

Monokausalität

Wenn nach Fukushima der Atomausstieg verordnet werden musste, wer ist daran schuld? Genau – die böse Hexe Angela Merkel! Wenn die Werte in unserer Gesellschaft nichts mehr zählen, wer ist schuld? Selbstverständlich die Relativitätsphysikerin Angela Merkel! Wenn die Demokratie ‚tits-up‘ den Bach hinab treibt, wer ist schuld? Ganz klar die heimliche Diktatorin Angela Merkel! Wenn bei unseren Politikern sich gar nichts mehr rührt, wer ließ ihre Manneskraft versagen? Die männermordende Domina Angela Merkel! Wenn alle Parteien kein Profil mehr zeigen, wer hat sie denn so platt geschliffen? Wieder mal die große Blechschmiedin Angela Merkel! Weshalb grassiert der Fußpilz? Alles nur wegen Angela Merkel! Und wer schrub uns solchen Stuss? Natürlich die Gertrud Höhler! – – – Für mich allerdings klingt’s nach Zickenkrieg und Wortgewalt …

Die Kontradiktion

Merkel gibt Griechen nur wenige Wochen zum Sparen.“

Im Klartext heißt dies:

„Merkel gibt Griechen noch viele weitere Wochen zum Sparen.“

Die Kontradiktion zeichnet sich dadurch aus, dass mit ihrer Hilfe längst unhaltbare Positionen zu uneinnehmbaren Festungen stilisiert werden, so wie dies bspw. einst der GröSchwaZ für die uneinnehmbare Festung Stalingrad tat. Der Anwender verkennt sich und seine Position stets fundamental, indem er sich unbeirrt immer noch für den aktiven Part hält, der die Lage bestimmt und kontrolliert, wo er doch längst von den Ereignissen herumgeschubst wird.

Die Contradictio kommt damit einem rhetorischen Angriff auf den gesunden Menschenverstand gleich, sie ist kontraintuitiv, meist um einer kurzfristigen Akklamation willen. Sie blüht daher besonders üppig in Wahlkampfzeiten. Vorzeitig erkennbar ist sie aus Erfahrung mit dem Redner oder der Rednerin …

Sieg für Merkel!

Die beschlossenen Eurobonds heißen nicht länger ‚Eurobonds‘: „Banken dürfen sich beim Rettungsfonds bedienen.“ Lang soll sie leben, lang soll sie leben, dreimal lang! „Guten Tag, mein Name ist Bond. James Bond, von der Europäischen Zentralbank. Ich würde gern in Ihrer Transferunion als Strohmann diverser europäischer Rumpelbanken billig ein paar Bonds shoppen gehen. Und könnten Sie die bitte in neutrales Papier wickeln? Sie wissen schon, wegen der Deutschen …“

„Wenn jemand diesen Trick erkannte,
man es Emolumente nannte,
damit nicht mehr ersichtlich sei,
wo irgendein Gewinn dabei.“
(Bernard Mandeville: Die Bienenfabel)

Prophezeien für Anfänger

Am Ende wird in Europa das eingeführt, wovon Frau Merkel als rückwärts gekehrter Wegweiser sagt, dass dies auf keinen Fall ginge.

Ältere Beiträge Neuere Beiträge

© 2017 Stilstand

Theme von Anders NorénHoch ↑