Stilstand

If your memory serves you well ...

So viele Lügen!

Der Staatschef bezeichnete die blutigen Straßenschlachten in Kiew als Gefahr für das ganze Land. „Krieg, Zerstörung und Gewalt ruinieren die Ukraine“, hieß es in einer Mitteilung des Staatschefs am Montag. Er rief alle Bürger auf, gewaltlosen Kräften zu folgen. „Ich verstehe Ihre Teilnahme an Protesten und bin bereit, Ihren Standpunkt anzuhören und gemeinsam eine Lösung für Probleme zu finden“, hieß es weiter.

Oligarchie, Missachtung der Verfassung, Korruption und wirtschaftliche Ausbeutung ruinieren die Ukraine. Und der Staatschef schreit den Kriegszustand herbei. Der Mann versteht faktisch gar nichts, er zeigt sich auch nicht bereit, andere Standpunkte anzuhören, und an einer Lösung der Probleme ist er auch nicht interessiert. ‚Ich will bloß endlich Ruhe‘, das hätte er sagen sollen, ‚damit ich weiterhin ungestört kleptokratieren kann‘.

2 Kommentare

  1. Gibt es denn eine Alternative in der Ukraine? Waren Timoschenkos Jahre denn Blütejahre?

  2. Korruption ist das eine. Das gehört(e) dort gewissermaßen zur wirtschaftlichen Folklore. Ein immenses Volkseigentum (das faktisch ‚der Partei‘ gehörte), das lag dort nach dem Crash zur Selbstbedienung bereit. Da steckten auf allen Seiten so einige den Rüssel in den Honigtopf. Aber dann auch noch mit Siebenmeilenstiefeln in Richtung Dikatur marschieren, das ist das andere, was jetzt hinzukommt …

    Die Timoschenko, die Säulenheilige des Westens, wird’s übrigens wohl kaum wieder werden. Und man muss hoffen, dass auch ihre Partei aus Erfahrung im Nachhinein ein wenig klüger und ‚asketischer‘ wird. ‚Angst vor dem Volk‘ ist für diese bourgeoisen Kleptokraten dort eine ganz neue Kategorie des Denkens: You can fool some people sometimes, but you can’t fool all the people all the time … das sollten sie sich aufs Kopfkissen sticken.

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