Dass sich jemand so sehr an mir, an meiner Kreativität, an meinem GEISTIGEN EIGENTUM bedient … ist einfach der Hammer. Dass der Text dann nach unkreativer Umschreiberei VIEL SCHLECHTER ist als meine Original-Kolumne, ist leider auch nur ein sehr kleiner Trost.

Angehende Eleven des Verlegertraums vom Qualitätsjournalismus möchten bitte folgende Gesetzmäßigkeit beachten: Bei der arbeitsökonomisch gebotenen Replikation von Fremdtexten ist eine durchgängige Verschlimmbesserung unbedingt erforderlich, weil sonst Copyright-Streitigkeiten entstünden, vor allem aber, weil sonst das sinkende Niveau, das der Qualitätsjournalismus gebieterisch fordert (daher im internen Sprachgebrauch auch zurecht ‚Billig-Content‘ genannt), weil sonst dieses Niveaugefälle einfach nicht permanent weiter verschrägbärbarbiebarbierbar wäre …

Nachtrag: Nanu, nun hat ‚die Welt‘ dieses lehrbuchhafte Textdokument dem Netz amputiert. Immerhin haben sie’s nicht bräsig ausgesessen …