Dass von einem Manfred Spitzer, der seit Jahren auf dem ominösen ‚Neuro-Ticket‘ reist, nichts Seriöses zu erwarten ist, lässt sich für den Kundigen regelmäßig voraussehen. Da aber der Mann so schön headline-tauglich formuliert, drucken alle Medien das kulturpessimistische Ratatouille unseres ‚Schirrmachers für Arme‘ zunächst gern und häufig ab – zuletzt sein Wirrsal von der ‚digitalen Demenz‘.

Bis zur Widerlegung von Spitzers Thesen durch die Wissenschaft dauert es in der Regel längere Zeit, weil man dort Labors, Versuchsreihen und Blindstudien statt bloß eines Verlags benötigt, um seriös zu arbeiten. So kommt es, dass unser Science-Rastelli immer schon die nächste Welle surft, dass er längst einige Ecken weiter das Beinchen hebt, während seine alte, abgelegte These, wenn die Wissenschaft sie ein für allemal widerlegt, längst nach saurem Kohl zu duften begann, und kein Medium das abgestandene Zeug mehr drucken mag:

„Die alarmistischen Thesen von Spitzer und Co. haben wenig mit dem wissenschaftlichen Kenntnisstand zu tun“