Stilstand

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Selbsttäuschung

Ich habe aber auch deutlich gemacht, dass bei aller Notwendigkeit das Thema der Verhältnismäßigkeit ein wichtiges Thema ist.“

So etwas sagte unsere Bundeskanzlerin beim Besuch von Barack Obama. Schon dieser Satz in seiner teflonartig-schwurbeligen Struktur (‚aber auch‘, ‚dass bei aller‘, ‚das Thema … ein wichtiges Thema‘, ‚Notwendigkeit … wovon?‘) widerspricht fundamental dem darin möglichst vage Angekündigten. Das ist der typische Merkel-Sprech – die Frau ist nämlich ganz und gar unfähig, überhaupt irgendetwas ‚deutlich‘ zu sagen: „Auch beim Abwaschen bin ich im Rahmen meiner Möglichkeiten bestrebt, natürlich sofern solche absoluten Ansprüche überhaupt erfüllbar sind, das Ziel größtmöglicher Hygiene nicht aus den Augen zu verlieren, bei aller unverzichtbaren Relevanz und Aufmerksamkeit für andere Themen, die unsere Welt sonst noch so bewegen.

Rhetorisch gesehen ist diese Frau die ‚Fettlinse‘ der deutschen Politik: Aus ihrem Mund wirkt alles verschwommen, weichgezeichnet und maximal verschwiemelt …

2 Kommentare

  1. Wunderbar auf den Punkt gebracht (bitte um Entschuldigung für diese Floskel).
    Wieso bemerkt kein Journalist in der „Qualitäts“presse diesen offensichtlichen Schwurbel?
    Ich will denen zugute halten, dass sie womöglich gar nicht mehr hinhören, wenn sowas… ?

  2. Vielleicht, weil sie selbst so schreiben?

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