Stilstand

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Schwundstufe

Über den Journalismus in den Zeiten seines fortschreitenden Verfalls:

Ich habe viel über Journalismus gelernt in dieser Woche – und wenig, was ich wissen wollte.

Apropos – bei meinem Eingangssatz handelt es sich um ein leicht verfremdetes ‚Plagiat‘. Wer die Quelle herausfindet, darf sie behalten …

via: Bildblog – man beachte beim Wortvogel auch die Kommentare zur zeitlichen Koinzidenz von journalistischen Vorwürfen und verlegerischen Veröffentlichungsterminen …

3 Kommentare

  1. Jetzt fühlen sich einige Journalisten ihrerseits aufgefordert, dem Enthüllungs“journalismus“ (eigentlich: Enthüllungsbloggerei) des Bloggers Deef Pirmasens nachzu(g)eifern und landen wiederum nur sabbernd auf der falschen und dunklen Seite des Journalismus.

    Da liegen ob des Verlustes von Diskurshoheit, Einfluss und Macht die Nerven wohl so richtig schön blank.

  2. Tscha – ein bisschen insinuieren hilft immer, vor allem, wenn man die entsprechenden Äußerungen dunklen Gestalten in Kapuzenjacken in den Mund legt: „Und dann tritt der Mann in Kapuzenjacke noch eine neue Plagiats-Debatte los: „Ich bin mir sicher, dass Airen den Film Trainspotting kennt und sich davon inspirieren lassen hat. Einige Stellen kommen mir schon sehr ähnlich vor.“

    Bloß – im ganzen Film ‚Trainspotting‘ kommt nicht eine Disco-Szene vor. Oder aber, man hat mir den ‚Director’s Cut‘ noch nicht gezeigt …

  3. Habe ich schon mal darauf hingewiesen, dass weder Fakten noch Ideen schützbar sind, nicht einmal Prozesse*? Stimmt, habe ich, zuletzt heut‘ morgen nach lesen von Dewis Text**.

    Es ist inzwischen wohl auch dem letzten Geistige-Elite-Deppen klar geworden, dass eine mehrdekadige Ausbildung an einem Institut der humanities in D zwar irgendwann einmal zu einem Redaktionsposten im Feu[d]el-Tong papierner deutscher Qulaitätsmedien führen kann – aber leider nicht zu Intellekt, Wissen, Weisheit oder auch nur anständiger Bildung. Alte Sabbergreise und Frau Radisch*** halten den unehrlichen Auswurf einer noch nicht erwachsenen Kopistin**** für genial – oder meinten sie doch eher genital? -, weil sie Wörter zu Papier Computer bringt, die eigentlich niemanden schocken sollten, da sie schon lange und immer wieder in der Alltagssprache sowie in der Literatur auftauchen. Zugestanden, nicht im US-TV, da heißen die alle ‚Beep‘.

    Auch im Nachgang kommt keiner dieser Heinis auf die Idee, sich einmal ernsthaft literaturwissenschaftlich mit dem Themenkreis Zitat, Allusion, Plagiat zu beschäftigen und nicht zuletzt Frau Hegemann, aber auch Marita Krauss oder den Erben des Adrian Jacobs aufzuklären, was die Unterschiede sind. Klar, wäre ja auch anstrengend. Auf jeden Fall anstrengender als beim 18ten der HH einen zu heben.

    *OK, in einem begrenzten Zeitraum, über Patente, aber auch nur technische.
    **Und obwohl ich das schon seit Jahren sage und schreibe mit den Ideen und Fakten, gebe ich Dewi gern den Vortritt und ihn als Verfasser desselben Gedankens an.#
    ***Liebe Frau R., es handelt sich hier um eine satirische Überhöhung bei der sie pars pro toto für die Handvoll Literaturkritikerinnen deutsche [im weitesten Sinne] Sprache stehen.
    ****Kopisten waren hoch angesehen vor Erfindung des Buchdruckes!
    #Ups, da muss ich doch sofort hinterher schieben, dass ich diese Art des Kategorienwandels mitten im Satz zur Erreichung eines komischen Effektes zuerst bei Heinz Erhardt gehört, später gelesen, habe.

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