Stilstand

If your memory serves you well ...

Schwarzgelb ist am Ziel!

Die FDP ist schon nach vier Jahren verwegener Regierungskunst erfolgreich an den gewohnten Diäten vorbeigeschrammt. Nach einigen Jahrzehnten abonnierter Klientelpolitik und Kimmenschleckerei ist dies ein wahrhaft verdientes und überfälliges Los. Auch unsere Angie lispelt schier vor Glück. Den dicken Patrick Döring, wie er da bedeppert neben dem Rösler stand, den hätte ich jetzt gern als Starschnitt fürs heimische Klo. Vielleicht erbarmt sich ja eine seriöse Zeitung meiner – ein Qualitätsmedium wie die ‚Titanic‘ vielleicht.

Jetzt hoffe ich noch auf die Bestätigung der möglichen absoluten Mehrheit für Angie. Wenn sie mit irgendeiner Konstellation nicht gerechnet hat, dann damit. Es sei ihr aber gegönnt. Diesem Regierungsauftrag dürfte sie sich auch gar nicht verweigern – und schon stünde ihr die Opposition im eigenen Saftladen auf den Füßen. Jeden hinterbänkelnden Krakeelpott aus Pechschwarz-Hintertupfingen müsste sie mühsam mit dem Lasso des Do-ut-des erst wieder einfangen. Dazu dann kommt noch ein Bayern-Horschtl, der vor Kraft kaum laufen kann.

Ich fahnde gerade nach einer erschwinglichen Popcorn-Maschine, bevor andere auf die gleiche Idee kommen. Wer in Berlin jetzt lange Gesichter sehen will, dem empfehle ich übrigens das Borchardt. Jemand möge bitte auch dem Ulf Poschardt Trost spenden, nicht dass der sich noch aus einem Kellerfenster stürzt: Wochenlang tippt man sich die Finger wund …

14 Kommentare

  1. schade ist nur, daß die AFD nicht reinkam …

    ich hätte nur zu gerne gesehen, daß die merkel den schüssel macht …

    aber: keine FDP nirgends …

    POPCORRRRN (im ton vom raben in „a game of thrones“)

  2. Ach ja, dass die FDP draußen ist, das ist schon der Freudentropfen im Wermutsbecher …

  3. Mit der absoluten Mehrheit für die CDU wird es wohl doch nichts.

    Demnach könnte Steinbrück nun Kanzler einer rot-rot-grünen Regierung werden.

  4. Sie haben ein so großes Klo?

  5. Tscha – rückwärts einparken muss ich da nicht.

    😉

  6. Deutlicher Hinweis

    23. September 2013 at 11:07

    Ist euch aufgefallen, dass eine Koalition aus

    SPD
    Grüne
    Linke

    eine ausreichende Mehrheit hat, um eine Regierungspartei zu bilden?

    Siehe Sitzverteilung:
    Linke 64
    SPD 192
    Grüne 63
    __________ = 319

    Union 311

    Link Magazin Spiegel:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2013-wahlergebnis-grafik-bundestag-wahlkreis-a-923496.html

    Verteilt diese Info im Internet, damit Druck auf die SPD ausgeübt wird, sich das mit einer Rot-Rot-Grünen Koalition zu überlegen.

  7. Einzelne FDP-Abgeordnete aus der Fraktionsführung drohen Redaktionen mit Konsequenzen für eine angebliche Kampagne gegen die FDP und für die Partei Alternative für Deutschland.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/wahldebakel-der-fdp-stille-im-party-center-12585791.html

    Womit wollen die denn drohen?

  8. @ sol1: Tscha – die Schlechten haben verloren und entpuppen sich jetzt als schlechte Verlierer.

    @ Hinweis: ‚Rechnerisch‘ heißt noch lange nicht ‚praktikabel‘ …

  9. @klaus

    [..] ‘praktikabel’ …

    das ist der punkt: natürlich wäre das ‘praktikabel’.

    es ist bloß selbstmord aus angst vor dem tode, es nicht zu tun, weil man sich vom politischen gegner einschüchtern läßt. ich hoffe doch schwer, daß die hessen diesmal den stinkefinger zeigen und es durchziehen.

    ich sage das jetzt schon seit 20 jahren: das dummste, was die spd tun konnte, war, die nachfolger der sed nicht einzugliedern aus angst davor, was die cdu, die ihrerseits das mit ihren leuten im osten tun konnte, dazu sagen könnte. so hat die CDU heute jede menge altkader – kein schwein kommentiert das – aber die SPD darf das nicht?

    freiwilliger selbstmord aus angst vor dem tode …

    das ist so eine „tabu-sache“ hat aber nüscht mit vernunft oder „praktikabilität“ zu tun. irgendwann müssen sie eh damit anfangen, warum nicht jetzt?

    statt dessen werden die sozen sich jetzt wohl zum zweiten mal von mutti zu tode f#cken lassen. schon okay, dann kann nachher die „linke“ die reste der spd integrieren …

  10. Nee, Hardy, die würden auch einen Putsch in der eigenen Partei erleben. Das SED-Trauma ist in der SPD bis heute virulent – und die Ypsilanti wurde bekanntlich von den eigenen Leuten gemeuchelt. Vielleicht ist so etwas 2017 mal möglich, sie müssen ja auch pragmatisch an Machtoptionen denken, sonst werden sie nie wieder Kanzler. Bis dahin muss aber ein parteiinterner Diskurs in der SPD laufen. Und vermutlich müssen sie mal ein paar leibhaftige Linke einladen, um zu gucken, ob die wirklich nicht nach Schwefel riechen …

    Bei der ‚Linken‘ sieht’s übrigens ähnlich aus, zumindest im Westen sehen die dort in der SPD nur die ‚Hartz-IV-Verbrecher‘ sitzen.

    Süsstwoll – und da habe ich jetzt lauter gute Gründe aufgezählt, warum es einfach nicht geht, und das, ohne die Springer-Presse auch nur einmal zu erwähnen. Die käme nämlich noch dazu …

  11. @klaus

    wie sollte ich dir nach diesem wahlkampf widersprechen?

    nur: angefangen werden muss JETZT! damit. und das wird wohl der schäfer gümbel machen müssen, da kann er noch so knurren …

    und: da die SPD im bund wohl letzten endes nichts besseres zu tun hat, als sich ins merkelsche himmelsbett zu kuscheln, wird die sache in vier jahren wohl eher so aussehen, daß die linke der SPD von oben herab ein angebot machen kann …

    oder: naja, die SPD wird sich klug genug von den sirenenklängen fernhalten. was ich aber wirklich nicht erwarte.

  12. Hilfe! Ich ahne zwar was Schaurig-Naschhaftes; aber ich kenne das Wort nicht:„Kimmenschleckerei“. Was oder wie wird da geschleckt oder geschleckert? Kimmen? Kiemen? Wer nennt mir Jahr und Tag, Sing und Sang. Pardon: Sage?

  13. Nun ja – überleg‘ mal selber: Beim Gewehr zielst du über Kimme und Korn …

  14. Potzdausend: die Kimme!
    Der ‘Einschnitt’ im oder am Visier der handgefügten Feuerwaffen; oder aber: in den Fassdauben, wo der Boden des Fasses eingefügt werden muss. – Is dort die Schleckerei verortet? (Dem würde mein Hundi nachschlecken, wenn’s leckt.)
    Treiben’s heuer die Politiker so am sickernden Underground?

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