Stilstand

If your memory serves you well ...

Schreib den Obama

Barack Obama … ein toller Name mit diesen beiden Betonungen direkt auf den Silben des Ba, fast schon daktylisch, ein Hauch von Walzer und Dreivierteltakt durchzieht den klangvollen, dunklen Silbenfall – viermal ein A, mittendrin das runde, tönende O: Barack Obama …

Als Texter bin ich deshalb versucht, sobald ich Sätze mit dem Namen des amerikanischen Präsidenten bilde, im Satzrhythmus daktylisch fortzufahren. Der ‚Beat‘, dieser Tanzschritt der Sprache, verlangt das fast schon gebieterisch von mir. Auf eine betonte Silbe folgen dann immer zwei unbetonte: „Barack Obama gelang es fast spielend, den Menschen den Glauben an Kräfte und Stärken zurück zu vermitteln“. Schon geht’s in meinem Satz zu wie an der schönen blauen Donau: „x – – x – – x – – x – – x – – x – -„.

Natürlich darf ich mit der Rhythmisierung der Perioden so nicht ewig fortfahren, sonst beginnen meine Sätze gebetsmühlenartig zu klappern. Aber mal einen Satz – so als prosodische Zwischenmahlzeit – den darf ich mir schon gönnen …

3 Kommentare

  1. Wie träge Angela Merkel dagegen sich schleppt nach der gleichen Methode.

  2. Nur leidet leider der „Beat“ etwas, wenn man den Namen des Präsidenten korrekt ausspricht, nämlich B’rack oder sogar buh-RAAK oh-BAA-muh. Das könnte dann der Moment sein, in dem Obama der Merkel beim politischen Walzer auf den Fuß tritt.

  3. @ Frank Rawel: Trübe die Mundwinkel hängend in keifweib’scher Weise …

    @ Mike: In Deutschland sprechen wir ihn aber nicht aus wie diese Lassoschwinger.

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