Stilstand

If your memory serves you well ...

Riecht stark nach Bockmist

Wer argumentativ ebenso wöchentlich wie notorisch unterhalb jeder intellektuellen Satisfaktionslinie herumklempnert, wem zugleich, der Himmel weiß aus welchen Gründen, trotzdem ein großes und relevantes Forum geboten wird, der fühlt sich natürlich ungerecht verfolgt, sollte dem werten Publikum dieses geistige Unvermögen tatsächlich auch auffallen, wohl weil das seinem Bild vom Publikum widerspricht: „Meinungsfreiheit ist nicht jedermanns Sache. Das bekommt auch der Autor dieser Kolumne regelmäßig zu spüren, wenn er von Lesern für seinen Beitrag massiv im Forum angegriffen wird.“ Stolz leckt sich der fast schon fäkal geehrte Autor in olfaktorischer Unempfindlichkeit dann jene invektiven Wunden, die größtenteils entstanden, weil eine große Zahl von Lesern einem Stinkstiefel auf die Zehen traten. Immerhin liefert mir dieser Sachverhalt den besten Beweis dafür, dass sich unser Volk medial doch nicht komplett und rückstandsfrei verblöden lässt …

4 Kommentare

  1. Bockmist verkauft sich eben gut. „Die Kolumnisten“ ist das Pendant des Onlinespiegel zur Fernsehtalkshow. Es werden irgendwelche Leute angeheuert, zu einem beliebigen Thema möglichst steile Thesen aufzutischen.

    „Der Schwarze Kanal“ ist wie ein Gruselfilm. Jeder weiß, es ist furchtbarer Unsinn, aber keiner kann wegsehen.

  2. Vielleicht sollte man dannn auch jede Folge dieses geistigen Abwasserkanals beginnen lassen mit „Hier spricht Edgar Wallace 2.0“ … das Kinski-Foto gibt’s ja schon.

  3. Nun ist es allerdings keine Neuigkeit, dass viele, die richtig gut austeilen, sehr etepetete werden, keilt jemand mal zurück. Was sich bisher ja auch noch nicht herumgesprochen hat, am wenigsten unter selbst ernannten Intellektuellen – ist ja klar, die sind ja klug, die wissen alles, und können daher gar nichts Blödes veröffentlichen* -, ist die simple Wahrheit, dass nicht jedes Bauchgefühl auch eine Meinung ist.

    Harlan Ellison sagte mal, ‚You are not entitled to your opinion, you are entitled to your INFORMED opinion.‘ Für die ach so postmodernen Jeder-darf-seinen-Kübel-auf-die-Köpfe-der-Menschen-kippen-Jeinis ist Information aber bereits Einschränkung. Sie haben nun mal eine Meinung – meist ohnehin nur von anderen halb verstanden geklaut, eine Deinung also -, die jedem mitgeteilt gehört. Und wehe, jemand wolle nun seine Meinung zu dessen Meinung haben und gar verbreiten!

    *Für die ZG: Ihr zirkelschließt.

  4. Ach Dierk, ich wäre ja vollends zufrieden, wenn er nur „richtig gut austeilen“ könnte! Aber immer nur das gleiche Ravioli aus der Dose der Firma Konserva Maggi?

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