Stilstand

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RechenkünstlerInnnen

Sie sitzen nicht nur bei der Bild, auch der seriöse Deutschlandfunk hat uns dort längst einiges zu bieten:

„Im vergangenen Jahr haben 250.000 Deutsche rund 20 Milliarden Euro für Bilder und Filme mit nackten Kindern ausgegeben.“

Rechnen wir mal nach: 20.000.000.000 geteilt durch 250.000 macht 80.000 Euro je Nase. Also weit mehr als das Doppelte des durchschnittlichen Jahreseinkommens – nur für derartige Onaniervorlagen. Das muss man sich erst einmal leisten können, will uns Frau Ines Pohl wohl sagen. Dank des Deutschlandfunks und des grassierenden Qualitätsjournalismus wissen wir jetzt, dass die Pädophilie ein Reichenproblem sein muss, angesiedelt hoch oben an der Spitze der Gesellschaft …

via: Fefe

5 Kommentare

  1. Dieses Thema eignet sich richtig gut, die kommunikative Freiheit im Netz einzuschränken. Man muss es nur vorher richtig schön aufblasen.

    Damit die Dummen auch wirklich daran glauben können.

  2. Die Mär vom ‚Milliardenmarkt‘ wird auch hier aufgedröselt. Es ist wohl tatsächlich so, dass es interessierte Kreise gibt, die diesen Hebel für andere Zwecke nutzen. Und alle Muttis rennen denen mit Schaum vor dem Mund hinterher. Wer kann schon gegen Netzfahndung sein, wenn es massenhaft böse Kinderschänder zu jagen gilt …?

  3. weia, klaus …

    also, im dlf gibt es morgens einen kommentar, der von „außerhalb“ kommt, hier von ines pohl von der taz, die ohl – und das ist schon das herz des „skandals“ ganz dem zeitgeist folgend aus millionen milliarden gemacht hat, that’s all.

    „der“ deutschlandfunk ist eine große einrichtung, da arbeiten viele fleissige und gute journalisten, die uns tatsächlich mit qualität beschenken, weil sie – grob gesprochen – nicht unter dem druck stehen, seife zu verkaufen. klar gibt’s da auch rechte pfeifen wie den liminski, aber, naja, du machst gerade aus was ausserhäusigem, einem promille-ding eine ganz große nummer.

    mir hat der kommentar von frau pohl übrigens auch nicht gefallen, das ist ne kleine anpasserin und hat schon in der pädodebatte vor der wahl den nicht existenten schwanz eingezogen und lieber die grünen den wölfen zu frass vorgeworfen.

    richtig adressiert müsste es also heissen:

    „Dank der TAZ und des dort grassierenden Qualitätsjournalismus wissen wir jetzt …“

    der dlf ist nur der bote …

  4. dem rest stimme ich natürlich vollumfänglich zu …

  5. Anscheinend führt die Berichterstattung über das betreffende Thema bei den BerichterstatterInnen öfters zu Defiziten in der Rechenkompetenz.

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