Stilstand

If your memory serves you well ...

Oh Gott, Kant!

In seiner ‚Kritik der reinen Vernunft‘ wies Immanuel Kant nach, dass die Existenz Gottes auf keine Weise denkbar sei. In seiner ‚Kritik der praktischen Vernunft‘ kam er zu der Einsicht, dass es nützlich sei, dieser unwiderlegbaren Einsicht zum Trotz dennoch einen Gott anzunehmen.

2 Kommentare

  1. Iwan Turgenew: „Das Gebet“ (Juni 1881)

    Was der Mensch auch in seinem Gebet erbitten mag, immer betet er um ein Wunder. Jedes Gebet läuft schließlich darauf hinaus: »Großer Gott, gib, daß zwei mal zwei nicht vier sei!«

    Nur ein solches Gebet ist ein echtes Gebet von Angesicht zu Angesicht. Zu einem Weltgeist, zum Höchsten Wesen, zum abstrakten, wesenlosen Gotte Kants oder Hegels zu beten, ist unmöglich, ist undenkbar. Aber könnte denn selbst ein persönlicher, lebendiger, leibhaftiger Gott wirklich machen, daß zwei mal zwei nicht vier ergibt? Jeder Gläubige ist verpflichtet zu antworten: »Er kann es!« Und er ist verpflichtet, selbst diese Überzeugung zu gewinnen. Wenn nun aber sein Verstand sich gegen solchen Unverstand auflehnt? Dann kommt ihm Shakespeare zu Hilfe: »Es gibt mehr Ding‘ im Himmel und auf Erden, mein Freund Horatio« etc.

    Widerspricht man ihm aber im Namen der Wahrheit, so braucht er nur die berühmte Frage zu wiederholen:

    »Was ist Wahrheit?«

    Und deshalb: Lasst uns trinken und fröhlich sein, und beten!

  2. ah, du bist zurück.

    ich habe dich auf jeden fall jeden einzelnen tag schmerzlichst vermisst.

    liebe grüße aus der garage

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