Stilstand

If your memory serves you well ...

No Names (31)

Was soll das eigentlich sein, Country Swing, wurde ich gestern gefragt. Nun, ja, so eine Art ‚Cowboy goes Gypsy‘, und ein Hauch Tijuana schwebt auch immer darüber. Südstaatlich eben – hier ist die Jack-Grace-Band:

12 Kommentare

  1. darf ich mal grad klugscheissern? ich bin nämlcihe in fan dessen, was in den 30ern entstand, des sog. „western swing“ als einem vorläufer des bluegrass ua.

    wenn du bei wiki zb. „country swing“ eingibst, landest du unweigerlich bei „western swing“, und – hoffentlich, meine favs – den „The Tune Wranglers“ und Bob Willis.

    reden wir über das selbe??

    aber danke für den hinweis, jack grace kannte ich noch nicht

  2. Naja, der Thomas von ‚Chill Music‘ in Lilienthal, wo ich damals aufschlug, um mich mit Silberlingen zu versorgen, der gebrauchte die beiden Begriffe nahezu gleichbedeutend. Auch ein Mag wie ‚No Depression‘ führt beides in den Kritiken. Von Mississippi und dann weiter die mexikanische Grenze entlang, da herrscht solch ein Stilwirrwarr, worin dich ‚Schubladen‘ einfach nicht weiter bringen. Musikalisch gesehen ist es aber die aufregendste Gegend dieser Welt.

  3. schubladen sind eh blöd, schon okay, ich kannte halt, weil ich den einen oder anderen sampler mit dem motto „western swing“ gefunden hatte, das als bezeichnung für diesen wunderbaren 20er jahrer country vorläufer, von denen eine durchaus ansehnliche menge tracks den weg in meine „hearer’s digest“ playlist gefunden haben. wirklich sehr schöne musik.

    in die no depression gucke ich – schande über mein haupt – viel zu selten rein, das ist nämlich tatsächlich ein(e) gutes blatt/seite, aber … das kennst du wahrscheinlich auch … für alles muss man ja zeit aufwenden und immer entscheidungen treffen, was man tut und was nicht. deshalb sind solche tipps wie deine „no names“ hilfreich und ich hoffe, du hörst nicht auf damit.

    von anderer seite, von den jungen menschen vor ort, kommen auch tipps, wie etwa „and so i watch you from afar“, eine mathrock truppe, die ich noch nicht kannte und die hier einen kleinen disput auslöste, ob das nun „postrock“ ist (so mein mitbewohner oder eben „mathrock“. glücklichwerweise hat dann allmusic.com die frage beantwortet

    “ While its music is frequently described as post-rock, the foursome has more in common with contemporary math rock „

    ich bin halt ein stilnazi 😉

    es gibt ein paar nette live-videos von der band und auch wenn das jetzt ein anderes spielfeld ist – spannend ist sie auf jeden fall.

  4. ps: ich liebe es, wenn allmusic.com mir recht gibt und hasse es, wenn wikipedia meine selbstgebastelten mythen so zerpflückt wie die räuberpistole, die der alte kommissar diese woche in „mord mit aussicht“ erzählte … ohne zu ahnen, daß man heute googelt 😉

  5. @ hardy: Von ‚No Depression‘ habe ich alle Ausgaben aus jener Zeit, als die noch gedruckt erschienen. *besitzstolz grins*

    So etwas wie ‚Math-Rock‘ ist älter, ich erinnere nur an die legendären ‚Silver Apples‘. Hieß damals allerdings ‚Space-Rock‘ …

  6. „besitzerstolz“ ist mir vertraut, wobei es bei mir eher auf die dino-batman-comics aus den 90ern hinausläuft 😉

  7. Bei nodepression lande ich auch immer mal gerne. „Batman“ ganz schlechtes Stichwort – wie konnte ich seinerzeit die allerersten Superalben am Spielplatz gegen irgendwas eintauschen? Egal, was soll’s, fott is fott, das neue Album von Lu ist…
    hach… „altersweise, cool, lässig, wütend, entspannt, rotzig – alles gleichzeitig“ schrieb ich vorhin nem Freund… listen to „Foolishness“ (f….. loud)!!!

  8. @klaus

    das, was die heute spielen, das ist eher so was wie die summe aller death- & speedmetal-erfahrungen der letzten 10 jahre kombiniert mit dem eher mathematischen verständnis von musik, da sind die guten alten spacerocker von hawkwind aufwärts geradezu betulich dagegen. ich glaube, das hat seinen anfang (jedenfalls in meiner wahrnehmung) mit den battles (2007 mirrors) genommen.

    ich hab dann die woche eben king crimson „in the court of …“ ‚gezückt‘ und das titelstück angemessen laut gespielt 😉

    @markazero

    du hast wenigstens getauscht. meine ruedi wäscher piccolos, alle in den frühen 60ern in „wundertüten“ auf der kirmes gekauft statt das taschengeld an billige vergnügungen wie autoscooter etc zu verschleudern, gingen verlustig, weil meine frau mama in meiner abwesenheit „aufgeräumt“ hat …

  9. ach ja, die battles mit race in, weil’s ja doch ein schönes stück ist 😉

  10. @ hardy: Und – haste dabei an Putin gedacht? „…at paranoia’s poisoned door …“.

    @ markazero: Der Umschlag ist übrigens angekommen und wurde dankend angenommen. Zum Abspielen bin ich noch nicht gekommen. Mit quillt hier gerade der Schreibtisch über … 🙂

  11. Gern geschehen, take your time 🙂

  12. @klaus

    hoppelndes häschen das ich bin war ich da schon bei greg lake, von diesem auf „just take a pebble“ (beatclub version, beginn einer grossen liebe damals) von elp gehoppst, von dort auf „hang on to your dreams“ von nice und von dort zu „matte kudesai“, wieder von king crimson.

    die sache mit putin, dugin & dem gürkchen habe ich dann gestern abend „referiert“, weil eine freundin fragte, ob ich’s ihr mal zusammenhängend erklären kann. konnte ich …

    ansonsten denke ich ja eigentlich wenig an putin 😉

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