Wo sind sie hin, die grauhaarigen Blues-Musiker von ehedem aus den Louisiana-Swamps? Einer zumindest hatte bis 2005 überlebt – R.L. Burnside. Und zugleich sind es wieder mal solche Veteranen, die den Blues unentwegt reaktiviert haben. Während andere bloß die Tradition pflegten und blitzeblank polierten, auf dass sich der Studienrat daran erfreue, da klingt dieser Titel doch überaus ‚aggro‘, sehr hypnotisch und fast schon punkig. Ein bisschen kurz ist er nur, von mir aus hätte das noch zwanzig Minuten so weitergehen können …

Ich korrigiere mich – von den Jüngeren haben auch die schwergewichtigen Jungs von Five Horse Johnson begriffen, dass der Blues viel mit Voodoo und dieser Kraft des Hypnotischen zu tun hat, und weniger mit dem Zwölf-Takt-Schema und filigranen Gitarrensoli …