Stilstand

If your memory serves you well ...

Mythen des Qualitätsjournalismus

Objektive Berichterstattung – das ist das große Ideal aller Journalistenschulen nicht nur in Deutschland. Um diesem Ideal näherzukommen, müssen die Journalisten – wiederum idealerweise – die Regeln des altehrwürdigen Qualitätsjournalismus bimsen. Als da wären:

1. Information und Meinung müssen scharf getrennt sein – jede Meinung des Verfassers wird klar gekennzeichnet und möglichst in einen separaten Text (Leitartikel, Kolumne, Glosse) abgedrängt.

2. Informierende Textsorten sind hingegen wertungsneutral verfasst, sie berichten strikt nur von Fakten und Äußerungen anderer.

3. Es gibt eine neutrale Sprache für die Berichterstattung.

4. Ein Faktum gilt nur dann als bestätigt, wenn es von mindestens zwei Quellen bestätigt wird. Usw.

Mit nahezu allen Erkenntnissen der Hirnforschung (Kognitionswissenschaft) stehen diese bemoosten Ansichten im Widerspruch. Der Reihe nach:

1. Information und Meinung lassen sich nicht trennen. Denn die Information ist eine Eigenleistung des Lesers (Rezipienten), sie ist nicht in dem Text enthalten. Faktisch ist es so, dass die Wörter der Journalisten wie ‚Trigger‘ (Auslöser) wirken, sie aktivieren durch Sprache vorformatierte Bildwelten im Kopf des Empfängers (‚Frames‘ oder ‚Metaphern‘). Schon, wenn ich einen pseudo-neutralen Begriff wie ‚freie Marktwirtschaft‘ in einem dann nur scheinbar objektiven Bericht durch diese, meine Wortwahl triggere, ist das resultierende ‚Bild‘ im Kopf des Verfassers mal dies und mal das, aber sicherlich niemals ‚objektiv‘. Ein Hartz-IV-Empfänger hat sicherlich ein sehr sonderbares metaphorisches Feld im Kopf, wenn er ‚freie Marktwirtschaft‘ hört, das wiederum mit den Festreden auf Verbandstagen nur wenig Deckungsgleichheit aufweisen dürfte. Die begleitenden ‚Meinungsartikel‘ wirken daher nur noch wie ‚Verstärker‘ eines durch die Berichterstattung bereits präformierten Frames, der in jedem Leser wiederum auf individueller Erfahrung beruht. Diese kognitiven ‚Rahmen‘ können also, je nach Empfänger, äußerst unterschiedlich sein – und es existieren auch widersprüchliche Frames in ein- und demselben Kopf, die je nach Wortwahl aktiviert werden können.

2. Damit ein Text ‚wertungsneutral‘ sein kann, dürfte er gar keine Wörter enthalten. Schon Allerweltsbegriffe wie ‚Kindheit‘ oder ‚Ehe‘ prallen im Kopf des Lesers auf Erfahrungswelten, die durch zahllose Erlebniss vorgeprägt und ‚verdrahtet‘ sind. Die getriggerten und vernetzten Synapsen feuern im Takt und evozieren Aversion oder Zustimmung. Da Erfahrungen in ähnlich aufgewachsenen sozialen Gruppen zumeist ähnlich gelagert sind, entsteht innerhalb eines sozialen Milieus der bloße Eindruck von Übereinstimmung mit der Welt draußen (‚Kommunikation‘ von ‚commonere‘, ‚auf dem Gerichtsplatz zusammenführen‘). Medien formieren damit Parteien oder Zustimmungsgemeinschaften, sie sind immer für ein bestimmtes Publikum geschrieben, das ähnliche Erfahrungen machte und untereinander wenig Differenzen besitzt.

3. Auch die neutrale Sprache ist ein Mythos. Schon die allseits beliebte ‚bürgerliche Mitte‘ ist ein partizipatorischer Begriff, der nur für diejenigen zutrifft, die sich dieser Mitte zugehörig wähnen. Das sind mehr, als dies der Fall sein sollte – schon klar. Trotzdem wird uns jeder Soziologe sagen, dass die ‚bürgerliche Mitte‘ ein Phantom ist, das vor allem längst nicht mehr in der ‚Mitte der Gesellschaft‘ zu suchen ist. Der Begriff triggert also ‚die Mitte‘ als einen zentralen Ort für eine Zustimmungsgemeinschaft, nur ihr behagt diese Wortwahl, nur ihr suggeriert sie Zugehörigkeit und ruft die erwünschte metaphorische Landschaft hervor. Neutral aber ist das Wörtchen nicht. Nahezu für jeden Begriff unserer politischen Sprache ließe sich diese Analyse fortführen.

4. Wahr ist, wenn es zwei sagen. Eine solche eher magische Formel steht zumeist hinter der Ansicht von der ‚bestätigten Recherche‘. Die Frage ist aber doch, welche zwei Personen ich frage. Greife ich mir den Professor Sinn und den Josef Ackermann, dann ist unmittelbar klar, dass ich zwei nahezu deckungsgleiche Statements bekommen werde. Der Chimäre der ‚Wahrheit‘ aber bin ich trotz zweier Quellen keinen Schritt näher gekommen.

Kurzum: Der politische Sprachgebrauch ist niemals wertfrei, ebenso wenig kann der politische Berichterstatter wertfrei arbeiten, wenn er auf die politische Sprache zurückgreift. Heutzutage übernehmen viele Publizisten ohne Reflexion den Sprachgebrauch der Konservativen, um eine vorgebliche Wertneutralität zu erzeugen. Das Schlimme ist, dass sich die meisten Journalisten – versaut durch das Sender-Empfänger-Modell und ihr Eins-zu-Eins-Übertragungsverständnis von Information – dieser simplen Tatsache nicht mehr bewusst sind: Wissenschaftlich gesehen ist der ‚Qualitätsjournalismus‘ ein Mythos auf tönernen Füßen.

14 Kommentare

  1. > Ein Hartz-IV-Empfänger hat sicherlich ein sehr sonderbares metaphorisches Feld im Kopf, wenn er ‘freie Marktwirtschaft’ hört,

    Das „sehr sonderbar“ spricht ihm ab sich der Erkenntnis der Realität anzunähern, jedenfalls kann er dies wohl viel schlechter als die Nichtharzer. Oder wie soll das gemeint sein?

    > Medien formieren damit Parteien oder Zustimmungsgemeinschaften, sie sind immer für ein bestimmtes Publikum geschrieben, das ähnliche Erfahrungen machte und untereinander wenig Differenzen besitzt.

    Der sprachbesoffene Sloterdijk hat deshalb mal ein Korn gefunden und die „Nation“ als „Erregungsgemeinschaft“ definiert. Mittlerweile haben wir eine pluralistische Weltgesellschaft von partikulären und nicht mehr territorial definierten Erregungsgemeinschaften. Dem muß und wird der Journalismus folgen: Die Verständigung über das Politische wird entsprechend diffus und komplex und funktioniert nur noch kurz — nur projektbezogen. Parteien, die „an der politischen Willensbildung mitwirken“ sind längst überfordert mit der Aufgabe einen einheitlichen Willen (verkörpert in einer Regierung) herauszudestillieren. Deshalb wird die uns vorgetanzte Blödigkeit von Schwarz-Gelb auch nicht vorübergehend sein sondern Zeichen eines Umbruches der Gesamtorganisation des Politischen.

  2. Politik ist nicht mehr das langsame Bohren dicker Bretter, wie sintemalen bei Max Weber, sondern das kurzatmige Fuchteln mit dieter’schen Bohlen … that’s entertainment! Ein Westerwelle ist der Idealtypus dieses Neuen.

    ‚Sonderbar‘ bezog sich schlicht auf ein ‚Fernab des journalistischen Mainstreams‘. ‚Der Realität‘ kann man sich nicht annähern, weil’s die gar nicht gibt, man kann höchstens seiner individuellen Realität mehr oder minder anschlussfähig Ausdruck geben.

  3. Es müssen mindestens zwei voneinander unabhängige Quellen sein. Es wäre schon sehr schön, wenn nur diese eine Regel von Journalistin und anderen Publizierenden eingehalten würde; dazu noch halbwegs anständige Quellenangaben, es wäre viel gewonnen.

    Die Mär vom neutralen Text, von der einen Faktenwiedergabe ist mir noch nie klar gewesen. Wie soll das gehen, und warum überhaupt? Ich verlange von Zeitungen und Magazinen, Themen aufzubereiten, dazu gehört zuallererst einmal die Auswahl selbiger, gefolgt vom Zusammenschnurren, das wiederum eine Bewertung der Fakten verlangt. Und bewerten ohne zu bewerten geht ja wohl nicht.

    Wenn ich Fakten, Fakten, Fakten will, gehe ich selbst in die Bibliothek, schmeiße das Indernett an [nicht unbedingt in der B, kann ich schließlich auch im Heimbüro], wälze Tabellen, kämpfe mich durch zigmeterlange Papierschlangen.

    Politischer Diskurs ist – ich weise hier nachdrücklich auf gestrigen Presseclub hin! – schon lange zur Soap Opera der Parteipolitik verkommen – interessiert zwar nur die sich selbst befruchtenden Medienhuren … nein, das nehme ich zurück, gibt keinen Grund hart arbeitende Prostituierte zu beleidigen … also, Medienärsche. Die Menschen auf der Straße, wie es immer so schön heißt, sind viel intelligenter und immer noch an Politik interessiert, nur eben nicht daran, welcher Medioker denn diese Woche zum stellvertretenden Stellvertreter des zweiten GF der SDPGrLi geworden ist.

  4. Interessant, hier auch mal was über Psycholinguistik/Kognitionswissenschaft zu lesen. „Gar keine Wörter“ ist natürlich etwas übertrieben, denn es ist schon anzunehmen, dass sehr viele Konzepte in den Köpfen der Menschen ähnlich genug sind, dass es für eine „fehlerfreie“ Kommunikation ausreicht. Wäre das nicht so, so würde jede Kommunikation zwischen Menschen sofort in einem großen Sumpf großer Missverständnisse ersaufen.

    Es sind also eher die Worte, die uns nicht so alltäglich und wohldefiniert sind wie „Kühlschrank“ oder „Zahnbürste“, sondern eben solche zum Teil eben auch mit Absicht konstruierten Gedönse wie „Freisetzung“ (anstatt „Kündigung“) etc., die ein Problem darstellen. Hier kommt man nicht umhin, die Wörter eben auch mal in einem Artikel zu definieren, so dass klar ist, was wirklich gemeint ist. Schließlich haben wir uns ja auch auf so festgelegte Formulierungen wie „mutmaßlich“ in der „der mutmaßliche Täter“ im Journalismus geeinigt. Das triggert in den meisten Köpfen auch nichts konkretes, aber wir haben uns wenigstens mal informell geeinigt, was damit gesagt werden soll.

    Was den vierten Punkt angeht, so sollte man Quellen nicht nur nennen sondern auch bewerten können. Das ist der Punkt. Manche lernen das im Studium, andere auch dort nie. Schade, denn im Zeitalter von WWW, Blog uns Wikipedia wird diese Fertigkeit nicht nur für Journalisten immer wichtiger.

  5. @ KJ: >‘Sonderbar’ bezog sich schlicht auf ein ‘Fernab des journalistischen Mainstreams’.

    Na, dann.

    ‘Der Realität’ kann man sich nicht annähern, weil’s die gar nicht gibt, man kann höchstens seiner individuellen Realität mehr oder minder anschlussfähig Ausdruck geben.

    Steckengeblieben im Radikalkonstruktivismus?

  6. ‚Radikaler Konstruktivismus‘ ist meines Wissens ein Glasersfeld-Ausdruck, Watzlawick hat den Cocktail dann simplifiziert und popularisiert.

    Humberto Maturana und Heinz von Foerster sind ja auch wesentlich interessanter … klar ist, dass jede Realität, die wir wahrnehmen, zuvor von unserem Hirn aus Sinnesdaten (Nervenimpulsen) errechnet wird und dieses Ergebnis uns dann gemäß der Möglichkeiten des Gehirns vors ‚innere Auge‘ geführt wird. Anders geht’s physiologisch nun mal nicht. Das ist die geistige, wo nicht geisterhafte Tätigkeit des Menschen. Und da sich alle Gehirne nicht nur ein kleines bisschen, sondern ganz fundamental und höchst individuell unterscheiden in ihrer Vernetzung … [Schlussfolgerung bitte selber ziehen].

    Unbenommen davon ist, dass es draußen wohl tatsächlich Bäume gibt, vor die man rennen kann. Aber wie wir die dann ‚wahr’nehmen – das ist ein weites Feld …

  7. Die Sprache halte ich für durchaus geeignet, um neutral über ein Ereignis, wie etwa einen Autounfall zu berichten, wenn der Autor es denn will.

    Journalismus ist die Kunst, Fakten in klare Worte zu fassen — Politik die, aus nebliger Sprache Fakten zu schaffen. Sie entzieht sich der objektiven Berichterstattung schon dadurch, daß sie keine unabhängige Quelle hat. Schon gar nicht zwei.

  8. Ich saß mal mit einem Polizisten zusammen, der mir erläuterte, wie widersprüchlich – selbst bei einem simplen Autounfall – die Faktenlage aufgrund der Zeugenaussagen erscheint. Noch nicht einmal über die Farbe der beteiligten Fahrzeuge herrscht dort Einigkeit. Wie sollte es bei einem journalistischen Bericht aus zweiter Hand, den doch noch nicht einmal ein Augenzeuge verfasste, anders sein? Der Kollege schreibt zumeist nur das Polizeiprotokoll ‚lesergerecht‘ um …

  9. Ja, man hört es krachen, sieht hin und glaubt gesehen zu haben, was geschehen ist. Das ist aber keine Unschärfe der Sprache, die inhärent die Meinung des Autors vermittelt. Ein Vergleich zwischen einer Pressemitteilung der Polizei und dem was „Bild“ daraus macht, zeigt, das der Meinungsgehalt eines Textes durchaus bewußt dosierbar ist.

  10. Unser Gehirn ist immer eine ‚Komplettheits-Maschine‘: Aus einem begrenzten Set von Sinnesdaten erschafft es die gesamte Rundum-Realität. So meinen auch jene Leute, die faktisch nur einige Eindrücke aus dem Augenwinkel empfingen, einen ‚kompletten Unfall‘ gesehen zu haben.

    Sie ‚lügen‘ aber trotzdem nicht, für sie sind ‚Dichtung und Wahrheit‘ des Gehirns ununterscheidbar, weil ihr Gehirn genau diese Trennung nicht vornimmt. Und einen anderen Apparat, um solches unterscheiden zu können, haben sie nun mal nicht. Das Gehirn aktiviert immer gleich einen gesamten ‚Frame‘ oder ‚Film‘, es feuert auf allen vernetzten Synapsen. Die Sprache liefert mit Hilfe von Symbolen dann die ‚Erzählung‘ dazu, wenn die nach professionellen Regeln erfolgt, sprechen wir von Journalismus.

    Meinung ist nur aktivierbar, insofern dies ‚bewusst‘ oder ‚intentional‘ geschieht. Siehe PR … wobei ‚Bewusstsein‘ in philosophischer Hinsicht schon wieder ein ganz neues Fass wäre.

  11. die kritik am anspruch der objektivität auf sprachlicher ebene teile ich.

    die unmöglichkeit der objektiven berichterstattung manifestiert sich jedoch schon früher. nur schon die auswahl der dargestellten fakten, erfolgt immer nach gewissen wertungsmustern, die nicht gänzlich objektiv sein können.

    ich hoffe, dass das ideal der objektivität in den journalistenschulen zumindest hinterfragt und über die unmöglichkeit dieses anspruches diskutiert wird.

  12. Im englischsprachigen Raum gibt es ja heftigste Diskussionen zwischen Befürwortern eines journalism of attachment und den Verfechtern des neutralen, objektiven Berichterstattens. Persönlich glaube ich, sowohl die Sprache, als auch unsere gemachten Erfahrungen und Einstellungen keine objektive Berichterstattung zulassen. Eine transparente subjektivere Form wäre in vielen Fällen angebracht. Und von wegen Qualitätsjournalismus und Objektivität: Ein NZZ Artikel ist voll von persönlichen Kommentaren, Kritik des Autors, die er unauffällig mit den Fakten verwebt.

  13. @ Miktator: Bewegten sich unsere Journalistenschulen auf wissenschaftlichem Boden, müssten sie die abgeleierte Mär von der ‚objektiven Berichterstattung‘ in die verdiente Rente schicken – als allenfalls noch historisch zur Illustration von Irrwegen interessant. Solange sie dies nicht tun, haben die diversen Kommunikationsstudiengänge auch keinerlei wissenschaftlichen Anspruch – trotz aller frei herumlaufenden Professorentitelträger.

  14. Nun nun, es ist durchaus möglich Objektivität zu erreichen, wenn sich Journalisten eben mal wieder an ihre Grundfertigkeiten erinnern würden. Dazu gehört, mögliche Interessenkonflikte offenbar zu machen – wie Thomas Knüwer gerade z.B. für die Reisejournaille geschrieben hat. Es gehört dazu, seine eigene Meinung deutlich zu machen, sie nicht versteckt anbringen zu wollen [SPIEGEL – das Meinungsmagazin]. Ich erwarte auch eine gewisse Bildung des Journalisten, nicht nur bezogen auf die jeweils aktuellen Themen, die abgearbeitet werden [die Haiti-Berichterstattung ist widerlich], sondern auch was epistemologische Fragen angeht.

    Anders als es einige deutsche, französische und amerikanische Philosophen glauben, konstruieren wir nämlich nicht die Realität, die echte Welt, sondern nur deren Beschreibung. Was wiederum im alltäglichen Leben die Aufgabe von Journalisten ist. Da aber niemals jeder einzelne Mensch die vollständige Realität zur Verfügung hat, immer nur Ausschnitte zu erleben sind, gibt es unterschiedliche Stimmen, deren Zusammenklang uns erlaubt, ein wirklichkeitsgetreues Bild der Realität zu entwerfen.

    Am deutlichsten wird dies bei komplexen Sachverhalten, die der Bewertung bedürfen, z.B. wenn es um große Mengen an Zahlen geht – in der Wirtschaftsredaktion oder bei der Berichterstattung über Klimaveränderungen -, bei denen die unterschiedlichen Erfahrungshorizonte der Menschen zu ganz verschiedenen Interpretationen führen. Nicht die Statistik lügt, sondern diejenigen, die sie [absichtlich] falsch nutzen. Genau auf dieser Basis wurde die ZEIT gegründet, um diversen Stimmen ein Forum zur Debatte zur Verfügung zu stellen. Und genau deswegen war es immer schon sinnvoll, nicht nur das Leib- und Magenblatt der eigenen politischen Gruppe zu lesen [links: FR, rechts FAZ], sondern sowohl als auch.

    Bibliotheken sind wichtige Institutionen, nicht weil sie nach Ansicht von Kritikern wertvolle Literatur zur Verfügung stellen, sondern weil sie das ausschnittartige Wissen des einzelnen über die Welt sammeln und zum Abgleich zur Verfügung stellen, so dass sich über Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte, ja bis zum Ende der Menschheit, ein möglichst genaues [Näherungs]Bild der Realität ergibt. Daraus ergibt sich auch die Stärke des Kommunikationskanals ‚Internet‘.

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