Ob man nun ‚danebenliegen‘ schreibt oder ‚fleischhauern‘, es ist faktisch zum Synonym geworden. Auch in seinem neuesten Besinnungsaufsatz erfreut der Kanalarbeiter mit dem Kindheitstrauma uns gleich anfangs mit einer völlig realitätsenthobenen Prämisse:

„Bei der Kandidatensuche für das Amt des Bundespräsidenten lag die Wahl am Ende zwischen Bischof Huber und Pastor Gauck.“

Tscha, da weiß der Herr Spiegel-Kolumnist doch mal wieder mehr als alle Beteiligten. Dem allgemeinen On-Dit zufolge standen dort nämlich am Schluss diese zwei Figuren zur Wahl: 1. Klaus Töpfer als Favorit der Union und 2. Joachim Gauck als jener Strohhalm, an den die FDP sich bis zum letzten zu klammern beschloss.

Da aber gleich eingangs an Fleischhauers These nichts stimmt, ist der Rest des Artikels über die angebliche Vormacht des Protestantischen in Deutschland dann eben auch nur Murks. Denn der Töpfer ist nun mal katholisch – und gewiss kein Kirchenmann …