Die Metaphern im eigenen Kopf stehen einer zutreffenden Analyse oft im Weg. Auch aus dem Folgenden, schließe ich jedenfalls messerscharf, muss der eingetretene Mangel wohl ursächlich an ‚den Märkten‘ liegen, an dieser festverankerten Statthalter-Metaphorik in gewissen Köpfen, an einem Glaubenssystem also:

„Die Bürger haben das Vertrauen in das Funktionieren der Märkte verloren“, sagte niemand Geringeres als Duncan Niederauer, Chef der New York Stock Exchange.“

Die ominösen ‚Märkte‘, die dort immer großmäulig und mit Kardinalsgestus ins Feld geführt werden, das sind letztlich auch nur Metaphern, vage Modelle von Ökonomen. Und wenn die Leute das Vertrauen in deren Lego-Welten verlieren und abtrünnig werden, dann heißt dies, dass die Modelle – oder die ‚Märkte‘ – die Gemeinde nicht länger binden. Während Leute wie dieser Niederauer jenen Modelleisenbahnern gleichen, die vor Beginn der großen Häresie noch für echte Schicksale die Weichen stellen durften …

(Quelle: Zellulosien)

Hinweis: Bis auf weiteres verzichtet der ‚Stilstand‘ auf Links zu Verlagen, die sich nicht ausdrücklich und glaubwürdig vom geplanten Leistungsschutzrecht distanziert haben.