Stilstand

If your memory serves you well ...

Mangels sprachlicher Mittel

Liebe Schreiberlinge, was der Frau nicht gegeben ist, das kann sie logischerweise auch nicht getan haben. Ihr schreibt, da „distanziert sich Kanzlerin Merkel klar.“ Das ist Blödsinn, Klarheit ist ihr nun mal nicht gegeben, ihr Reich ist das Ungefähre und Diffuse. Der Effekt einer Merkel-Rede resultiert daher nie in Wegweisendem, es folgt vielmehr ein Luftschnappen im Publikum, das sich am Ende solch zerfasernder Satzperioden fragen darf: ‚Was hat sie möglicherweise mal gemeint, bevor sie versuchte, ihr dunstiges Denkeln in Worte zu fassen …?‘. Und so hört schließlich jeder genau das, was er meint, gehört zu haben …

2 Kommentare

  1. Da weiß die linke Hand (Überschriftenformulierer) mal wieder nicht, was die rechte (der Artikelschreiber) macht:

    „Mit ihrer Lobeshymne auf die Europäische Union und den Euro setzte sich Merkel zum Ende des Wahlkampfes deutlicher als in vorherigen Reden von Euro-Gegnern ab, speziell von der Partei Alternative für Deutschland (AfD), die sie allerdings nicht direkt nannte.“

  2. Ein „dunstiges Denkeln“ – ein rasant-niedliches Neuwort (samt Alliteration), ein sprachwerter Vorteil! (Hübschest gedenkelt, gedenkt – ach: gedacht)!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

© 2017 Stilstand

Theme von Anders NorénHoch ↑