Stilstand

If your memory serves you well ...

Litauens Präsidentin:

We can avoid a war. If both sides are ready to go to war, there will never be a war. If Russia is willing to go to war and the West avoids it, Russia will go as far as it will.“

Ich weiß auch nicht, warum ausgerechnet die kleinen Länder noch sagen, wie die Dinge liegen. Wenn ich andererseits an unseren Schrottplatz namens ‚Bundeswehr‘ denke …

Kleine Preisfrage: An welchen grammatisch-muttersprachlichen Besonderheiten aus Anlass der Causa ‚Rebecca Harms‘ erkennt man hier eigentlich den russischen Nashibot? Und hat der Kreml wirklich nichts Besseres mehr aufzubieten?

„Ist doch die Frau welche ständig gegen Russland hetzt. Die würde ich auch nicht reinlassen. Mit welchem Recht eigentlich diese Person hetzt ständig gegen die deutsch russischen Beziehungen. Sie macht sich mit russischen Nazis gemein nur um Land zu schaden.“

Nein, trotz des wiederholten Gebrauchs des Verbums ‚hetzt‘: Das ist eben nicht die unbeholfene Wut unterm grell geschminkten Alu-Hut …

Antwort: Da ist erstens der Artikelmangel, die russische Sprache kennt keine Artikel. Zweitens dann die russisch geprägte Verb-Stellung.

17 Kommentare

  1. rocky beethoven

    26. September 2014 at 10:05

    Ist es die Wortstellung im dritten Satz? Oder die Auslassung des Artikels im letzten?

  2. Das Selbe wie rocky ich wollte auch schreiben.

  3. Für mich sieht das, wenn ich einen sechs Jahre alten Beitrag auf Zeit Online heranziehe, eher aus wie ein Jammerossi mit Stockholm-Syndrom, der ins Stammeln gerät, wenn er aufgeregt ist:

    http://community.zeit.de/user/otmars/beitrag/2008/03/05/die-klassengesellschaft-kommt-wieder

  4. Ich habe die Antwort ja hinterlegt …

  5. „russische Nazis“ ??

  6. Jens Berger meint bei den NachDenkSeiten:
    „Wer heutzutage noch alle Sinne beisammen hat und die einseitige Berichterstattung der großen Medien kritisiert, ist somit nicht nur ein „Putin-Versteher“ oder „Kreml-Troll“, sondern sogar ein Handlanger Stalins. Geht es nicht noch dümmer?“ und „Ich warte ja immer noch auf einen Scheck von Putin und auf die Entdeckung des ersten deutschen Leserbriefschreibers, der vom „Kreml finanziert“ wurde. Auf geht´s liebe Kollegen bei WELT, BILD, SPIEGEL und Co. – wenn es denn wirklich „Heerscharen“ dieser beauftragten subversiven Querulanten gibt, dann dürfte es doch nicht so schwer sein, einen von ihnen aufzuspüren und darüber einen exklusiven Bericht zu schreiben. Oder?“
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=23397

    Aber die „US-nah organisierte Gleichschaltung wichtiger Leitmedien“ und die Gehirnwäsche von ARD-, ZDF- und DLF-Journalisten in den USA ist für die NachDenkSeiten dann Tatsache…

  7. @Klaus

    … und zwar höchst konspirativ. 😀
    Da hätt ich gleich draufkommen können.

  8. @ Herr Karl: Nun ja, ’nobody‘ hat sie ja mal durchgezählt und kam auf ungefähr dreihundert in Deutschland, einige mit zahllosen Seiten-Nicks. Wer aber zu faul ist zum Suchen, kann auch ganz unbeschwert Dinge behaupten … und von dem Skandal hat der Herr Berger sicherlich auch noch nichts gehört: „Putins langer Arm reicht bis in Gremien der ARD.“ Ausgerechnet die ARD, wo von Helmut Schmidt über Gabriele Krone-Schmaltz bis hin zum Peter Scholl-Latour so ziemlich jeder Putin-Versteher dieser Welt lang und breit zu Worte kam.

    @ sol1: Als ‚russischer Nazi‘ muss bei den Nashibots derzeit der Menschenrechtsaktivist und Anwalt jener schauprozessierten ukrainischen Pilotin figurieren, den die Rebecca Harms dort besuchen wollte. Sonst aber gibt es in ganz Russland natürlich nicht einen einzigen Nazi weit und breit. Die werden immer gleich von der ‚heiligen russischen Erde‘ verschlungen – und solche Äußerungen in der russischen Duma kann man ja wirklich nicht als Nazismus werten: „Nowadays Jews play too big of a role in Russian media, business and governance. Every Jew, wherever he works, looks up to Israel and can not be a Russian Patriot. I propose to help Russian Jews to move to Israel. Provide them with start up grants and medals ‚for Liberation of Russia!‘. We should tell them: you have your own country. Go there and leave us alone. We will figure out our own business.“

  9. Zum Leak aus dem ARD-Programmbeirat hatte bei Meedia ein Leser interessantes anzumerken:

    Es stellen sich folgende Fragen:

    1. Wurde etwas weggelassen?
    2. Wer hat das Resümee verfasst? Im Programmbeirat sitzen mehrere Mitglieder DER LINKEN. Kann jedes Programmbeirats-Mitglied ein Resümee verfassen, und dann beantragen, dass dieses ins Protokoll aufgenommen wird, ohne dass dies zwingend die Mehrheitsmeinung darstellt?
    3. Wer hat das Resümee geleakt? Der Autor des Telepolis-Artikels ist Referent der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Ein weiterer Autor von Telepolis ist Mitarbeiter des linken MdBs und Unterstützers der rechtsesotherischen Mahnwachen Andrej Hunko.
    Es ist also gut möglich, dass der LINKEN nahestehende Mitglieder des Programmbeirats die Aufnahme ihres Resümees beantragt haben (es liest sich auch eher wie eine Stellungnahme der Linkspartei, als ein parteiübergreifendes Resümee), und dann genau dieser Ausschnitt des Protokolls von den gleichen Mitgliedern oder ihren Assistenten geleakt wurde.
    All diese Sachen liegen durchaus im Bereich des Möglichen, und ich finde es problematisch, dass Meedia hier unkritisch die Berichterstattung von Telepolis aufgreift.

    http://meedia.de/2014/09/18/programmbeirat-rueffelt-ard-berichterstattung-zur-ukraine-krise-als-einseitig-und-mangelhaft/

  10. Wenn gleich mehrere Programmbeiräte von der LINKEN sind, wundert mich diese ARD-Schelte überhaupt nicht mehr…

    „“Gibt es in der LINKEN tatsächlich Antisemitismus? Ober gibt es eher eine Allianz rechter Medien mit antideutschen Positionen innerhalb der LINKEN, um den Widerstand gegen die israelische Kriegspolitik zu diskreditieren?“ und „…ist es für eine linke Position erforderlich, sich mit dem palästinensischen Widerstand zu solidarisieren.“
    http://www.dielinke-duisburg.de/politik/aktuell/detail_aktuelle_nachrichten/zurueck/aktuell-36/artikel/der-nahost-konflikt-und-die-linke/

  11. @ Sol1: Dass ‚meedia‘ den ideologischen Kampfbegriff ‚Mainstream-Medien‘ ohne Anführungsstriche in den Text setzt, ist schon ein journalistisches Bravourstück.

    @ Herr Karl: Im Programmbeirat sitzt meines Wissens nur ein Mitglied der ‚Linken‘. Außerdem kommt das parteiübergreifende ‚Putin-Verständnis‘ ja nicht nur von dort, sondern auch von der deutschen Wirtschaft, von ganz rechts, aus der FDP, von der AfD, von der Gas-Gerd-Fraktion in der SPD, von der Atom-Fuchs-Fraktion in der Union usw. Allenfalls die Grünen sind hier resistent. Sonst aber haben – von Genscher über Mißfelder bis hin zu Helmut Schmidt – alle ganz viel Verständnis für den russischen Präsidenten, und sie dürfen ihr Verständnis auch in der ARD unermüdlich auswalzen.

  12. @Klaus Jarchow
    Das Miteinander von ganz rechts und ganz links hatte auch Sigmar Gabriel angesprochen:
    „Sigmar Gabriel hatte heute im Bundestag Recht mit seiner Beobachtung, dass sich an den extremen Rändern des Spektrums der Kritik linker Antiamerikanismus und der neue Nationalpopulismus der AfD die Hand reichen.“
    http://www.deutschlandradiokultur.de/ttip-apokalyptiker-von-links-und-rechts.996.de.html?dram:article_id=298628

  13. Moin @ all … mal was anderes, nämlich zurück zum Thema des Beitrags: Klein aber oho: Dänemark schickt 7 Kampfjets in den Krieg gegen die ISIS. Deutschland würde ja auch gern, hat aber keine Flugzeuge die fliegen :mrgreen:

  14. oha,

    da gucke ich gerade auf deinen kommentar von 14:16 und dort ist doch tatsächlich bei

    [..] wo von Helmut Schmidt über Gabriele Krone-Schmaltz

    das „helmut schmidt“ rot markiert mit einem kleinen icon links.

    die freuden von „cahoots“, einem kleinen firefox-plugin, daß die verbindung von journalisten zu netzwerken markiert und hervorhebt. wenn ich mit der maus drüber gehe, steht da „atlantik brücke“ …

    zu frau harms: das war doch klar, daß die russen jetzt dichtmachen und „die hat unser schäufelchen geklaut“ spielen, so jämmerlich & hilflos das auch ist.

    die aluhütlerischen honks & ihre nashibot-freunde wiederum freuen sich doch über jedes stöckchen, das man ihnen zum spielen hinwirf. ich frage mich manchmal, ob die leute nix besseres zu tun haben mit ihrer zeit und möchte ja am liebsten oft einfach mit copy & paste ein „get a life dude!“ da reinposten, aber, ahem, ich hab‘ nun wirklich jede menge besseres zu tun 😉

    zu viel alkohol, wenn du mich fragst, da kommt dann halt so was raus …

  15. bei meedia (die gestaltung der seite ist btw. ua ben’s werk) habe ich eben so kommentiert

    „also, ich fänd’s klasse, wenn unsere medien einfach mal die berichterstattung im russischen fernsehen eins zu eins dokumentieren würden. nach dem dritten duma politiker, der einen atomschlag gegen uns fordert, wäre die kritik an unseren eigenen medien wahrscheinlich kleinlauter …“

  16. @ nobody: Und deutsche Fregatten mussten ohne Hubschrauber ins Rote Meer auslaufen, weil die fliegenden Kaffeemühlen allesamt Risse in der Außenhaut entwickelten, habe ich irgendwo gelesen. Jaja, diese deutsche Spitzentechnologie …

    @ hardy: Einen Tag ‚Russia Today (uncut)‘ auf deutschen Frequenzen würde einigen wohl tatsächlich die Augen öffnen …

  17. rocky beethoven

    26. September 2014 at 17:47

    @Klaus
    Die Spitzentechnologie iat britisch. Doch das ist nicht das Problem.
    Das Problem ist, daß sie 30 Jahre alt ist und irgendeine Leuchte vor ein paar Jahren einen Bestellstopp für Ersatzteilbeschaffung verfügt hat. Jetzt kanns lang dauern bis die Dinger serviciert sind.

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