Und ebenso natürlich geht er nicht schnurstracks, sondern kreuz und quer, durch den Wald (oder doch eher Park?) und durch Siedlungen, er überquert die Autobahn, durchquert das Niemandsland dazwischen und erreicht die Innenstadt. Die „Zeitnot“, die ihn plötzlich befällt, hindert ihn nicht, sich „lange, lange“ in einer luxuriösen Bedürfnisanstalt aufzuhalten.

Soso, ein Zickzackkurs wäre also ’natürlich‘? Und ob Park oder Wald – wenn’s der Autor schon nicht weiß, erfährt’s der Leser auch nie. Konkret scheint mir bloß die Bedürfnisanstalt. Es gilt: Machen Sie Schauplatz, hier gibt es nichts zu sehen! Ohne Anschauung aber helfen auch keine Mordphantasien dem fehlenden Plot auf die Beine. Wie man von solch bleiwüstendürren Voraussetzungen auf die saftigen Wiesen einer jubilierenden Conclusio gelangt, das bleibt mir unerfindlich:

„In all ihrer Weltwut und Zärtlichkeit ist die Erzählung ebenso gegenwärtig wie märchenhaft surreal, eine apokalyptische Zauberposse mit selbstironischer und satirischer Spitze …“.

Jaja, nimm von jedem Genre etwas – und dreh‘ es durch den Mixer. Ich jedenfalls lese den großen Langweiler weiterhin nicht …