Stilstand

If your memory serves you well ...

Klingt doll – ist falsch

Gerechtigkeit ist etwas extrem Subjektives.»

So hätte unser ultraliberaler Willi Wichtig es wohl gern: Gerecht ist, wenn ich dick Portfolio. So etwas ähnliches entnehme ich jedenfalls seinem Gequengel.

Faktisch aber ist Gerechtigkeit eine soziale Grundnorm, die über bloße Gesetzlichkeit hinausreicht und immer den anzustrebenden Zielzustand einer Gesellschaft beschreibt. Sie ist eine Art objektiver Wegweiser für alle Individuen einer gegebenen Gemeinschaft – bei uns hieß diese Norm lange ’soziale Marktwirtschaft‘, bevor Angela Merkel auf eine ‚marktkonforme Demokratie‘ umzuschwenken versuchte. Das einzelne Subjekt darf dann gern noch ein wenig gegen den Stachel löcken und sich auf die Hinterbeine stellen, sein Meinen und Mögen hat nichts zu sagen, gegen kollektive Festschreibungen kommt es nicht an, sofern diese von der Mehrheit akzeptiert werden, also gesellschaftlicher Konsens sind.

So ist das eben heute mit unseren wirtschaftlichen Eliten: Keine Bildung im Kopf, folglich keine begriffliche Klarheit zu finden – leiten aber trotzdem große Verbände … und in den Kommentaren kriegen sie sogar in der betulichen Schweiz gewaltig Saures.

1 Kommentar

  1. Zastrow hat mir heute den ersten Lacher des Tages beschert: „(…) nur die Union als einzig denkbaren Koalitionspartner, da Sozialdemokraten, Grüne und Kommunisten allesamt Sozialisten sind“. Wat jetz nu? Kommunisten? Grüne? Gar… Sozialdemokraten? Viel schlimmer: Sozialisten! So Gerechtigkeits-Igittigitt! Egal. Eigentlich wollte ich – off topic – nur nochmal Danke für den Americana-Overkill sagen, hab vorhin ne CD für ne lange Autofahrt zusammengestellt – wenn die Guitarre jault ist alles gut und können uns „die“ doch alle kreuzweise!

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