Oh, oh, das ist bärenstarke Medizin, nur für robuste Naturen geeignet – und ich begehre, nicht schuld an den finanziellen Folgen für die schreibende Zunft zu sein! Ein waschechter Herr Professor ist das, der dort im medialen Raum seine bitteren Wahrheiten ausschenkt:

„Journalists like to think of their work in moral or even sacred terms. With each new layoff or paper closing, they tell themselves that no business model could adequately compensate the holy work of enriching democratic society, speaking truth to power, and comforting the afflicted. Actually, journalists deserve low pay. Wages are compensation for value creation. And journalists simply aren’t creating much value these days.“

Und selbst schuld am Niedergang sollen die Holzmedien auch noch sein – da hört sich dann doch wohl alles auf! Qualitätsjournalismus besteht doch schließlich geradezu darin, dass alle das Gleiche schreiben. Wie anders sollte der Journalismus auftreten, als in Gestalt einer Tütensuppe:

„Across the news industry, processes and procedures for news gathering are guided by standardized news values, producing standardized stories in standardized formats that are presented in standardized styles. The result is extraordinary sameness and minimal differentiation.

Und so geht das munter weiter – ein Löffelchen für Papa, ein Löffelchen für Mama, ein Löffelchen für den Verleger, und ein Löffelchen für den Schreiber. Die Standardisierung hat sich selbst versenkt, das ist in etwa die gut begründete These. – – – When will they ever learn?

via: Medienspiegel