Der Mindestlohn steht Pars pro Toto für jene Opfer, welche die drei etatistischen Regierungsparteien auf dem Altar der Sozialreligion platzieren wollen.“

Oha, oha – was uns der Ulf Poschardt da wieder an Schweinereien aufdeckt: Unsere Parteien seien also ‚etatistisch‘? Was auch sonst, sie wollen ja schließlich alle an die Macht und an die Staatskrippe? Da gäbe es ferner eine skandalöse ‚Sozialreligion‘, so als ob nicht alle Religionen auf sozialen Gedanken fußen? Selbst noch jene ‚Antisozialreligion‘, die der Ulf dann wohl vertritt, denn die hätte gleichfalls soziale Folgen, wäre also bloß eine ‚Sozialreligion der anderen Art‘. Und ‚platzieren‘ wollen diese unverantwortlichen Parteien diese ‚Opfer‘ dann auf einem Altar? Wo denn bloß? Und was ist daran nun wieder schlimm, solange sie diese Opfer nicht opfern, schlachten oder kreuzigen, wie’s einst die Soldatenkaiser ‚in spätrömischer Dekadenz‘ gern taten? Und ob wohl alle Leser in diesem weltfernen Welt-Milieu sein römelndes ‚pars pro toto‘ verstehen?

Ein Satz von Ulf – und ich muss mir die Gehirnwindungen neu legen lassen.