Stilstand

If your memory serves you well ...

Hat ihn niemand eingeladen?

Dieser Verdacht klingelt in meinen Ohren, nach der Melodie von der beleidigten Leberwurst, sobald der Jan Fleischhauer in seinem Schwarzen Kanal über die Funktion des Bundespräsidenten zu sinnieren beginnt und über die Würde des damit verbundenen Amtes. Von irren Lachkrämpfen geschüttelt und wieder mal höchst wirrselig trägt unser Polit-Rastelli aus seinem Canale Grande häufchenweise strengere Duftnoten ins Medium. Ein Beispiel:

„Normalerweise bekommt man ja [vom Bundespräsidenten] nicht so viel mit. Einmal im Jahr gibt das Staatsoberhaupt ein Sommerfest, wo dann alle eingeladen sind, die sich gerne wichtig vorkommen. Wenn es gutgeht, hält er auch mal eine Rede, an die man sich über den Tag hinaus erinnert, aber schon das ist eher die Ausnahme. Ansonsten ist er viel im Land unterwegs, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, wie es so schön heißt. Das ist sehr sympathisch, vollzieht sich aber naturgemäß weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.“

Tschaja – und kurzum: Dann ist er absolut verzichtbar, der Mann! Und wenn die ‚Öffentlichkeit‘ nicht anwesend ist, also metroprollige Figuren wie der Jan und seine Entourage, dann kann’s auch gar nicht wichtig gewesen sein: ‚Weizsäcker, verpiss dich, kein Fleischhauer vermisst dich!‚ …

3 Kommentare

  1. Ich lese JF ja nicht … Erklärt er irgendwo, wie jemand im Land rumreist und mit Bürgern ins Gespräch kommt, ohne dabei in der Öffentlichkeit zu sein? Oder beckmessere ich?

  2. Naja, als echter Metroproll-Journalist hält er die niederen Kollegen von der ‚Miesbacher Morgenpost‘ und dem ‚Boten aus Buxtehude‘ wohl gar nicht für einen Teil der Öffentlichkeit. Obwohl dort dann lang und schlapp wie auch todsicher über jeden Wulff-Besuch mehrspaltig berichtet wird, habe dort dann eben keine wahrhaft wahre ‚Öffentlichkeit‘ stattgefunden. So ungefähr stelle ich mir jedenfalls diesen wirren Hirn-Content vor, es mag aber auch anders sein, in ‚krauser Logik‘ war ich in der Schule schon schlecht …

  3. Fleischhauer backt intellektuell schon sehr kleine Brötchen. Der von Dierk aufgezeigte Widerspruch ist da noch ein eher harmloses, obgleich nicht beckmesserisches, Beispiel.

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