Stilstand

If your memory serves you well ...

Fünfmal um den Blog

Da sich hier die Links zu den Leserollen der ach so toten Blog-Welt inzwischen stapeln, unternehme ich mal wieder einen kleinen Streifzug zu Nutz und Frommen interessierter Buchstabenkundler:

Ein waches Auge verrät das Exportabel-Blog, mit dem Schwerpunkt auf Alltagskultur, Architektur und Aufmerksamkeitsökonomie, Themen, die in den gewöhnlichen gewohnten Faselblasülz-Feuilletons Holzhausens notorisch etwas zu kurz kommen. Falls sie überhaupt vorhanden sind. Besonders gut gefallen hat mir dieser Artikel über die repräsentativwilligen Stadtväter Braunschweigs, die gern schlossherrlich Kultur zeigen möchten, ohne sie im Mindesten zu haben. Meine Herren: Bildungsbürgerlichkeit ist kein Ponyhof …

Das Thema der Gehörlosigkeit spielt bei ‚Not quite like Beethoven‘ eine überragende Rolle. Ein interessierter Berichterstatter kann hier mehr lernen als bei noch so langen Interviewterminen mit der akademischen Ohrologen-Zunft. Schließlich ist es immer die Subjektivität, also der Mensch, der entscheidet.

Im besten Sinne oberskurril ist das Texttheater – garniert mit zahllosen hübschen Zeichnungen. Wer also wissen will, ob der Papst was taucht, ist hier am rechten Ort: Mal ein wenig dada, dann ein wenig gaga – und immer für ein Grinsen gut, zum Beispiel – honk, honk! – beim Anblick des Erfinders der Schweigeminute

Für politisch interessierte Menschen ist ein regelmäßiger Blick in ‚Zettels Raum‘ argumentativ lohnend („Arno Schmidt, ick hör dir trapsen!“). Schon deshalb, weil der Verfasser sich bspw. gleichweit von Islamisten-Fressern wie von Islamophilen entfernt zu halten weiß. Wo gibt es das schon in dieser dualen Welt? Und wie er den Claudius Seidl, immerhin Feuilleton-Chef der FAS, als Schnittmusterbogen auseinanderbastelt, das ist für jeden Anti-Ideologen allemal die Lektüre wert.

Mit sprachlich-stilistischen Fragen beschäftigt sich das Schweizer Schadenfriendly-Blog – wie der Name schon sagt, in gebotener Maximaldistanz zum Sick-Boy und zum Verein für toitsche Sprache. Besser schreiben als diese alten Rauschebärte dort kann er auch noch.

So weit also für dieses Mal – und zackzack, sind wieder fünf Links zu interessanten Seiten beisammen. Wer hämische Abgesänge auf die Blogosphäre zelebriert, der darf wählen: Entweder hat er keine Ahnung oder interessierte Absichten …

2 Kommentare

  1. Oh, danke für das Interesse und die nette Empfehlung! Habe gerade eine halbe Stunde auf den anderen empfohlenen Blogs verbracht. Sehr schön, da bin ich ja in außerordentlich guter Gesellschaft!

  2. Danke für die nette Erwähnung!

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